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Beschlussvorschlag:

Die Bürgerschaft begrüßt die Bemühungen zur Entwicklung eines Kreativquartiers für Rostock, um die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region strategisch zu fördern und möglichst viele Angebote der Kultur- und Kreativwirtschaft für die Bevölkerung zu öffnen.

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt,

 

1. ab Oktober 2021 Gespräche mit den bestehenden Netzwerkakteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rostock (Warnow Valley, DIZ, FRIEDA 23, PWH, IHK) aufzunehmen und aktiv einen Prozess zur gemeinsamen Entwicklung eines Kreativquartiers zu initiieren.

 

2. zu prüfen, welche geeigneten Bestandsimmobilien oder Standorte für einen Neubau im Rahmen der Stadt- und Stadtteilentwicklung seitens der Stadt bereitgestellt werden können. Dabei ist die Vernetzung und Integration in den jeweiligen Stadtteil als eine Kernaufgabe zu definieren, um so mit der Standortentwicklung einen Beitrag im Kampf gegen die Segregation zu leisten.

 

3. zu prüfen, in welcher Form und in welchem Umfang städtische Mittel für die Umsetzung des Projekts bereitgestellt werden und in welcher Form eine Partnerschaft mit der Stadt möglich ist. Ziel soll dabei sein, möglichst viele Angebote der Kreativwirtschaft für die Bevölkerung zu öffnen.

 

4. das Land in den Prozess einzubeziehen, insbesondere durch Prüfung, ob Immobilien, Flächen und Finanzmittel des Landes für die Realisierung des Projekts bereitgestellt werden können.

 

5. Die Prüfung der Sachverhalte soll bis März 2022 erfolgen und der Bürgerschaft auf ihrer Märzsitzung 2022 in Form eines Zwischenberichtes vorgestellt werden.

 

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Begründung der Dringlichkeit für die Ausschüsse: erfolgt mündlich

 

Sachverhalt:

Förderung von Kultur- und Kreativwirtschaft ist Wirtschaftsförderung: Die Branche erwirtschaftete in Deutschland 2019 einen Umsatz von 174,1 Mrd. € und beschäftigte 1.835.300 Erwerbstätige. In MV wurde 2019 mit 17.800 Erwerbstätigen ein Umsatz von 777 Mio. € erzielt. 

Die Potenziale sind noch nicht ausgeschöpft: Als Innovationstreiber ist das kulturelle Umfeld einer Region ein entscheidender Standortfaktor bei der Ansiedlung von Unternehmen und High Potentials. 

 

Das birgt für Rostocks Entwicklung enorme Chancen: Heute wächst die Stadt und zieht junge Talente von morgen an. Ein Aufblühen der Kreativbranche ist zu beobachten. Die aktuelle Prognos Studie bescheinigt das Potenzial, bis 2030 bundesweit einer der bedeutendsten Startup-Standorte zu sein. Die Nachfrage nach Flächen steigt - die positive Entwicklung muss jetzt durch das Schaffen passender Rahmenbedingungen strategisch gefördert werden.

In Rostock gibt es seit 2016 mit dem Warnow Valley ein Kreativquartier. Die räumlichen und infrastrukturellen Kapazitäten aber sind gegenüber der positiven Entwicklung heute nicht mehr ausreichend. Anfragen müssen aus Platzmangel oft abgelehnt, Potenziale können nicht vollständig ausgeschöpft werden. Gleichzeitig ist die Fläche aktuell akut bedroht - es gibt bereits eine Bauvoranfrage des Eigentümers, der Abriss der Fläche wird voraussichtlich im Sommer 2022 stattfinden.

Erfahrungen aus anderen Städten zeigen: Gibt man Akteuren die Chance zur Bündelung im Rahmen eines Kreativquartiers, beeinflusst man damit die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft nachhaltig positiv.

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Die Finanzierung und ein möglicher Finanzierungsanteil der Stadt soll im Rahmen dieses Prüfauftrags ermittelt werden.

 

 

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gez. Dr. Steffen Wandschneider-Kastell gez. Uwe Flachsmeyer

Fraktionsvorsitzender der SPD  Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

 

 

 

 

gez. Eva-Maria Kröger

Fraktionsvorsitzende DIE LINKE.PARTEI

 

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