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Auszug - Präsident der Bürgerschaft (als Vorsitzender der AG Gedenken) Erinnern und Mahnen an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock- Lichtenhagen 1992. Umsetzung der Vorschläge der AG Gedenken  

 
 
Sitzung des Ortsbeirates Lichtenhagen
TOP: Ö 10.1
Gremium: Ortsbeirat Lichtenhagen (3) Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 24.11.2015 Status: öffentlich
Zeit: 18:30 - 20:15 Anlass: Sitzung
Raum: Kolping Initiative Lichtenhagen
Ort: Eutiner Straße 20, 18109 Rostock
2015/AN/1153 Präsident der Bürgerschaft (als Vorsitzender der AG Gedenken)
Erinnern und Mahnen an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock- Lichtenhagen 1992. Umsetzung der Vorschläge der AG Gedenken
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag
Federführend:Büro der Präsidentin der Bürgerschaft   
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 (wie Dokument) Konzept dezentralen Erinnerns und Mahnen-22.09._3 (56 KB)    

Herr Mucha begrüßt Herrn Dr

Herr Mucha begrüßt Herrn Dr. Wolfgang Nitzsche, Präsident der Bürgerschaft und Vorsitzender der AG Gedenken

 

Als Vorsitzender der AG Gedenken besucht Herr Dr. Nitzsche die Ortsbeiräte und betont sein persönliches Anliegen, an dieser Stelle das Konzept vorzustellen.

Er selbst hat 1992 in Lichtenhagen gewohnt.

Am 2. Dezember soll das Konzept in die Bürgerschaft. Grundlage sind die Anregungen und Abstimmungen der Ortsbeiräte.

Das Projekt wird mit 50.000 Euro von der Stadt und 50.000  Euro von der SPD-Fraktion des Landtags gefördert. Die Projektlaufzeit ist zunächst bis 2018 vorgesehen.

 

Mit dem Beschluss 2014/AN/0147 der Bürgerschaft wurde die Arbeitsgruppe Gedenken beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, mit welchem Inhalt, in welcher Form und an welchem/n Ort/en ein angemessenes Gedenken an die rassistischen Ausschreitungen 1992 erfolgen kann.

Bereits im Mai wurde eine Projektstelle zur Aufarbeitung der Geschehnisse eingerichtet.

Der Verein Soziale Bildung wird mit dem Aufbau eines umfassenden Archivs beginnen. Es gibt viele Materialien an verschiedenen Stellen, die zusammengetragen und erfasst werden müssen. Eine Dokumentation soll der Hansestadt 2018 übergeben werden. Es soll berichtet werden, was damals passierte, welche Fehler gemacht wurden, welche Lehren daraus gezogen werden.  Es gehe dabei auch um eine positive Aneignung der Geschehnisse.

Vetreter der damaligen Akteure werden mit einbezogen.

 

Darüber hinaus wurde der Verein Soziale Bildung damit beauftragt, Materialien für die pädagogische Arbeit zugänglich zu machen.
 

Aus Sicht der AG soll ein Gedenken nicht nur in Lichtenhagen präsent sein.

So soll es jährliche dezentrale Gedenkveranstaltungen geben und ein künstlerischer Wettbewerb ausgelobt werden. Kunstwerke, wie beispielsweise Stolpersteine oder Stehlen könnten vor den Gebäuden stehen, die einen Bezug zu den Ereignissen haben.
Eine Jury wird über die Kunstwerke entscheiden.

 

Zusammenfassend gibt es folgende Anregungen durch Frau Woest, Frau Günter und Herr Hoppe:
 

-          sie kritisieren, dass er keine Einladung zur Filmpremiere „Wir sind jung, wir sind stark“ über die Ereignisse 1992 in Lichtenhagen gab

-          sie möchten o.g. Wettbewerb begleiten, nicht Künstler sollten über Erinnerungsformen entscheiden, Menschen Vorort müssen einbezogen werden

-          Sie wünschen sich, dass das Konzept weiter überarbeitet wird, es ist noch nicht konkret genug

-          Herr Mucha betont, dass der OBR bereits einen eigenen Beschluss vom 28.8.2012 gefasst hat, für einen Ort der Verstätigung des Gedenkens für Opfer der NSU und der ausländerfeindlichen Übergriffe in Rostock

-          viele Dokumente, Berichte, Filme liegen bereits vor, 2016 wird ein Buch der "AG Geschichte Lichtenhagen" über das Wohngebiet vom Beginn bis zur Gegenwart (Positives und Negatives aus der Sicht der Bürger) veröffentlicht

-          Frau Woest merkt weiterhin an: Es sollte kein Konzept des dezentralen Erinnerns sein und keine Installierung von Erinnerungs-Objekten an verschiedenen Orten in Rostock geben.

-          In Lichtenhagen wurde bereits viel für die Aufarbeitung getan, es wurde die Initiative   "Lichtenhagen bewegt sich" unter Federführung des OBR,  des Stadtteiltisches in   
Zusammenarbeit mit dem Kolping BZ und dem ASB Kinder- und Jugendzentrum ins 
Leben gerufen, die Einwohner mit Ausstellungen, Filmen, Gesprächsrunden über die
Ereignisse um das Sonnenblumenhaus informiert

-          Bei allen Vorhaben der AG Gedenken ist nicht eindeutig erkennbar, wofür bzw. wozu und in welcher tatsächlichen Höhe die finanziellen Mittel gebraucht und ob sie, bei der gegenwärtigen finanziellen Situation der Stadt, ausreichen werden

-          Die Wiedervereinigung sowie die Einstellung zu Ausländern und der Umgang miteinander muss weiter zum Thema, besonders für die jüngere Generation an Schulen, gemacht werden.

 

Der Ortsbeirat stimmt dem Konzept zu.

 

 

 

 

 

 


Abstimmung:                                          Abstimmungsergebnis:

 

Dafür:

5

 

 

 

Dagegen:

4

 

Angenommen

x

Enthaltungen:

0

 

Abgelehnt