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Anliegen:
Der kleine Bunker (Splitterzelle/Einmannbunker) im Reutershäger Weg wurde vom  02.02.2021 bis 04.02.2021 durch das Tiefbauamt abgerissen (Flurstück 126).

Aus der Stellungnahme der Verwaltung und mehrerer Bürgeranfragen ergeben sich weitere Fragen:

 

In der Antwort an den Ortsbeirat wurde bekannt, dass die in der Stellungnahme genannten Ämter im Jahre 2009 angefragt wurden. Der Technikverein Pütnitz e.V. hat einen Schriftwechsel bisher nicht bestätigt.

 

1. Warum wurden diese Vereine, Ämter nach 12 Jahren nicht noch einmal angefragt?

 

Der Müll, der aus der Splitterzelle entfernt wurde, stammte teilweise aus den 90ziger Jahren. Scheinbar fand nie eine Beräumung statt.

 

2. Warum wurde der Bunker nie beräumt und dort z.B. ein Schutzgitter vor erneuter Vermüllung angebracht?

 

3. Warum ist ein vermeintliches Müllproblem ein Grund für den Abriss historischer Gebäude?

 

In der Stellungnahme heißt es, dass es eine Gefährdung durch Einsturz gab.

 

4. Wie kommt man darauf, dass ein ca. 10 Tonnen schwerer Kompaktbunker aus Stahlbeton mit einem Durchmesser von ca. 1,80 m der nur zu etwa 2/3 aus dem Boden ragt, einsturzgefährdet ist?

 

In den Anfragen der Bürger kommt immer wieder zum Ausdruck, dass eine Haftung für den entstandenen historischen Schaden angezeigt ist. Es wurde sogar ein ähnlicher Bunker angeboten, der an gleicher historischer Stelle aufgestellt werden könnte.

 

5. Wie gedenkt das Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt den Schaden wieder gut zu machen, damit Rostock seiner historischen Verantwortung nachkommt?

 

gez. Dr. Sybille Bachmann
Fraktionsvorsitzende

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