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Vorlage - 2017/BV/2473  

 
 
Betreff: Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 09.W.190 für das "Wohngebiet Kiefernweg"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
fed. Senator/-in:1. OB, Roland Methling
2. S 2, Dr. Chris Müller
3. S 4, Holger Matthäus
Federführend:Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft Beteiligt:Zentrale Steuerung
    Finanzverwaltungsamt (vor 31.10.2018)
   Ortsamt Mitte
   Ortsamt West
   Amt für Umweltschutz
   Kataster-, Vermessungs- und Liegenschaftsamt
   Amt für Verkehrsanlagen
   Amt für Stadtgrün, Naturschutz u. Landschaftspflege
   Bauamt
Leitlinien:7. Stadtplanung und Architektur in hoher Qualität
Beratungsfolge:
Ortsbeirat Biestow (13) Vorberatung
22.02.2017 
Sitzung des Ortsbeirates Biestow geändert beschlossen   
Ortsbeirat Gartenstadt/ Stadtweide (10) Vorberatung
02.03.2017 
Sitzung des Ortsbeirates Gartenstadt/Stadtweide geändert beschlossen   
Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus Vorberatung
15.03.2017 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus geändert beschlossen   
Bau- und Planungsausschuss Vorberatung
21.03.2017 
Sitzung des Bau- und Planungsausschusses geändert beschlossen   
Ausschuss für Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt und Ordnung Vorberatung
16.03.2017 
Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt und Ordnung geändert beschlossen   
Bürgerschaft Entscheidung
05.04.2017 
Sitzung der Bürgerschaft geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Lageplan Geltungsbereich
Lageplan Geltungsbereich Wohngebiet Kiefernweg - nach Beschlussfassung

Beschlussvorschlag:

Für ein Gebiet in Rostock-Biestow, begrenzt

 

im Norden:              durch die Satower Straße und in Teilen durch die Südgrenze der Kleingartenanlage (KGA) „Satower Straße“,

im Westen:              durch den Kiefernweg, die westliche Stadtgrenze der Hansestadt Rostock und einer Teilfläche des Grundstücks Satower Straße 70,

im Osten:              durch die Westgrenze der KGA „Rostocker Greif“, deren Verlängerung nach Süden, und in Teilen mittig durch die KGA „Satower Straße“

im Süden:              durch die freie Feldflur südlich der Streusiedlung Biestow Ausbau,

 

soll der Bebauungsplan Nr. 09.W.190 für das „Wohngebiet Kiefernweg“ aufgestellt werden.

 

Der als Anlage beigefügte Lageplan ist Bestandteil des Beschlusses. 


Beschlussvorschriften:

§ 22 Abs. 2 KV M-V, § 2 Abs. 1 BauGB

 

bereits gefasste Beschlüsse:

keine

 

Sachverhalt:

Ziel dieses Bebauungsplans ist die Schaffung von Bauflächen für den individuellen Hausbau im nachgefragten Süden Rostocks. Für die Nachfrage nach Einfamilienhausgrundstücken stehen in Rostock gegenwärtig keine Flächen mehr im Angebot. Der Bebauungsplan Nr. 09.W.190 für das „Wohngebiet Kiefernweg“ soll die Errichtung von ca. 350 Eigenheimen, überwiegend als Einfamilienhäuser, ermöglichen. Der Bebauungsplan stellt den ersten Bauabschnitt der im wirksamen Flächennutzungsplan (FNP) dargestellten Wohnbauflächen im Bereich zwischen Biestow Ausbau und Kringelhof dar.

 

Die konkrete Bauweise, das Maß der baulichen Dichte sowie die zulässigen Hausformen werden im weiteren Planungsprozess zu präzisieren sein. Es wird sich gemäß den beschriebenen Planungsintentionen überwiegend um Einfamilienhäuser als Einzel-, Doppel- oder Reihenhäuser handeln. An ausgewählten Standorten können in geringen Anteilen auch Mehrfamilienhäuser zum Zuge kommen, wo es städtebaulich oder immissionsschutzfachlich sinnvoll erscheint. Die äußere straßenverkehrliche Anbindung des neuen Wohngebiets erfolgt an die Satower Straße, nicht über die Straße Biestow-Ausbau in Richtung Rostock.

 

Der nördliche Geltungsbereich entlang der Satower Straße wurde bewusst sehr breit gewählt, um ausreichend Spielraum für den Einmündungsbereich der künftigen Erschließungsstraße des Baugebiets an die Satower Straße zu gewinnen und um damit nicht über die Stadtgrenze Rostocks hinweg die Gemeinde Kritzmow tangieren zu müssen. Die Ausgestaltung dieses Verkehrsknotens erfolgt im weiteren Planungsprozess.

 

Gegenwärtig werden die Flächen im räumlichen Geltungsbereich des Bebauungsplans überwiegend landwirtschaftlich als Ackerflächen genutzt und ist, mit Ausnahme der bestehenden Splittersiedlung Biestow-Ausbau im Süden und der KGA „Satower Straße“ im Norden, frei von baulichen Anlagen. Die bestehende Splittersiedlung Biestow Ausbau im Süden des Geltungsbereichs, für die bislang eine räumlich eng gefasste Außenbereichsatzung gilt, wird als Wohngebiet mit überplant, um auch hier einige weitere Wohnhäuser als räumlichen Abschluss nach Süden des neuen Wohngebiets zu ermöglichen.

 

Der wirksame Flächennutzungsplan (FNP) stellt das Planungsgebiet bereits seit 2006 als Teil der Wohnbaufläche W.9.13. dar. Der Bebauungsplan mit den oben beschriebenen Zielen kann daher gemäß § 8 Abs. 2 Satz 1 BauGB aus dem wirksamen Flächennutzungsplan entwickelt werden. Da es sich bei diesem Bebauungsplan nicht um einen „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ gemäß § 13a BauGB handelt, werden ein Umweltbericht sowie ein Grünordnungsplan einschließlich Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung zu erstellen sein. Zusätzlich wird ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag und ein Immissionsschutzgutachten erarbeitet. Die frühen Erkenntnisse aus dem Strukturkonzept „Biestow -Am Kringelgraben-“ von 2008 sollen, so weit möglich, weitgehend Berücksichtigung finden.

 

Es ist eine Mehrbelastung der örtlichen Vorflut durch Abwässer zu erwarten. Die Hauptlast wird dabei wohl auf dem Kringelgraben-System liegen. Die Regenwasserableitung aus dem künftigen Plangebiet „Kiefernweg“ sollte deshalb so konzipiert werden, dass für weitere Wohnbauentwicklungen im Bereich Biestow ein Maximum an Vorflutkapazität verbleibt und die Belastung des Kringelgrabens minimiert wird. Mit diesem Ziel sollte im Aufstellungsverfahren geprüft werden, welche Ableitungsmöglichkeiten das Rotbäk-System über den Graben 2/3R bietet (WBV Hellbach-Conventer Niederung). Diese Prüfung erfolgt u.a. durch die Erarbeitung eines hydrologischen Gutachtens.

 

Die unbebauten Flächen im Planungsgebiet sind überwiegend im Eigentum der WIRO. Die größtenteils bebauten Flurstücke der Splittersiedlung Biestow Ausbau befinden sich in privatem Streubesitz, der Kiefernweg in städtischem Eigentum. Die Fläche des Planungsgebiets umfasst ca. 35 ha.


Finanzielle Auswirkungen:

Die Kosten für die Vermessung, für die städtebauliche Planung, für den Grünordnungsplan mit Ausgleichsbilanzierung sowie für etwaig erforderliche Gutachten werden von der WIRO GmbH getragen.

 

Einzig für den Artenschutzfachbeitrag werden nach derzeitigem Stand für die HRO die unten aufgeführten Bruttokosten anfallen.

 

Teilhaushalt: 61

Bezeichnung: städtebauliche Planung

 

Haushalts-jahr

Konto / Bezeichnung

Ergebnishaushalt

 

Finanzhaushalt

 

 

Erträge

Auf-

wendungen

Ein-zahlungen

Aus-zahlungen

2017

56255010 / Aufwen-dungen für die Erstellung von Bebauungsplänen – städtebauliche Planung, Landschaftsplanung

 

3.922,24 €

 

 

 

 

76255010 / Auszah-lungen für die städtebauliche Planung, Landschaftsplanung

 

 

 

3.922,24 €

 

 

 

              Die finanziellen Mittel sind Bestandteil der zuletzt beschlossenen Haushaltssatzung.

 

Weitere mit der Beschlussvorlage mittelbar in Zusammenhang stehende Kosten:

 

              liegen nicht vor.

 

              werden nachfolgend angegeben

 

Bezug zum zuletzt beschlossenen Haushaltssicherungskonzept:

 

Kein Bezug zum Haushaltssicherungskonzept

 

 

 

 

 

Roland Methling 


Anlage/n:

Lageplan Geltungsbereich

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 (wie Dokument) Lageplan Geltungsbereich (1759 KB)    
Anlage 2 2 (wie Dokument) Lageplan Geltungsbereich Wohngebiet Kiefernweg - nach Beschlussfassung (1814 KB)