ALLRIS net

Reduzieren
Wortprotokoll

Herr Müller (Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft) beschreibt in einer kurzen Einführung die Entwicklung des urbanen und lebendigen Gebietes “Groter Pohl” unter Berücksichtigung von Klimaschutz und Mobilität. Im weiteren Prozess erfolgt die Aufstellung einen konkreten Bebauungsplanes.

 

Herr Müller stellt Herrn Harald von Lübke und Frau Lina Janssen von SHP Ingenieure vor, die der Sitzung digital zugeschalten sind. In einer Präsentation stellen sie die Ergebnisse ihrer Untersuchung der äußeren Erschließung des Gebietes vor. Für die Prüfung der Verkehrserzeugung wurden, auch unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung, verschiedene Erschließungsvarianten erarbeitet, die in einer Wirkungsanalyse gegenübergestellt werden. Für die im Ergebnis positivsten Varianten wurden Verkehrssimulationen durchgeführt, die zeigen, dass nach Bewertung jedes Fahrstreifens, an den verschiedenen Knotenpunkten mit wenig Wartezeiten zu rechnen ist. Darüber hinaus empfiehlt das Büro SHP Ingenieure die Verbesserung von Angeboten für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer, überdies das Anlegen eines Rad- und Gehweges und eine geänderte Führung des Linienbusverkehrs.

 

Frau Schröder erkundigt sich nach der Grundlage für die Untersuchungen und Einschätzungen. Herr von Lübke berichtet, dass dafür Zählungen aus den Jahren 2017/2018 seitens der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ein Nutzungskonzept aus dem Jahr 2020 zur Verfügung gestellt wurden.

Auf Nachfrage von Frau Schröder, inwieweit die geplante Feuerwehr in die Verkehrsuntersuchung einbezogen wurde, berichtet Herr von Lübke , dass diese noch keine Berücksichtigung fand, jedoch ein einhergehender Zuwachs durch das vorhandene Potenzial in der Erich-Schlesinger-Straße abgefangen werden kann.

 

Frau Drenkhahn nimmt ab 17:45 Uhr an der Sitzung teil.

 

Herr Bothur äußert seine Bedenken hinsichtlich der zur Verfügung gestellten, richtliniengerechten Zählwerte, ohne Berücksichtigung von Wochenenden und Veranstaltungen in unserer Tourismusstadt, und bezweifelt die Aufnahme des tatsächlichen Verkehsaufkommens. Herr von Lübke erklärt, dass mit Rohdaten aus tagesaktuellen Zählungen gerechnet wurde, darüber hinaus die Werte nicht in Frage gestellt werden. Seiner Einschätzung nach, bildet der Berufsverkehr eher den regelmäßigen Verkehrsfall ab, als der Tourismusverkehr.

 

Herr Schulz verlässt 18:00 Uhr die Sitzung.

 

Herr Brincker regt eine erneute Präsentation nach Fertigstellung des Gebietes “Groter Pohl” an, um gegebenenfalls praktische Erfahrungen aus dem Prozess für weitere Planungen abzuleiten.

 

Herr Hesping vom STUDIO2050 schließt sich mit einer Präsentation zur inneren Bewertung des Standortes “Groter Pohl” an. Für die Erschließung wird das Gebiet in verschiedene Zonen aufgeteilt, die für Pkw nur mit Berechtigung erreicht werden können. Für Fahrräder und Fußgänger sind alle Zonen frei. Grundlage ist die Entwicklung eines autoarmen Quartiers. Dafür soll auf die Bereitstellung von Stellplätzen im Straßenraum verzichtet werden. Auf Grundlage des Stellplatzbedarfs werden am Rand des Gebietes zwei feste Quartiersgaragen errrichtet. Darüber hinaus ist die Förderung des Radverkehrs und ÖPNV wichtig.

 

Herr Bothur erkundigt sich, wie das Parken auf Antrag in den verschiedenen Zonen im Zuge der Planung im Straßenraum abgebildet werden soll. Herr Hesping informiert, dass es sich um Behindertenparkplätze handelt. Die Bereiche für Anlieferungen müssen noch geschaffen werden.

 

Frau Schröder erfragt, warum nur eine Zufahrt in die große Tiefgarage führt. Herr Hesping berichtet, dass eine weitere Zufahrt über den Platz der Freundschaft geplant war, Berechnungen jedoch erhebliche Probleme im Verkehr aufgezeigt haben. Überdies soll der Verkehr nicht weiter in das Wohngebiet gezogen werden. Daher ist keine zusätzliche Einfahrt in die Tiefgarage geplant. Frau Schröder regt an, die Einfahrt auf einer Parallelspur zum Südring zu verlängern. Herr Müller wird dies in der Januarsitzung des Ortsbeirates Südstadt besprechen.

 

Frau Dejosez und Herr Brincker verlassen ca. 18:45 Uhr die Sitzung.