Bürgerinformationssystem

Auszug - Vorstellung der Untersuchung "Verkehrsvarianten für den Untersuchungsraum Gehlsdorf"  

 
 
Sitzung des Ortsbeirates Gehlsdorf, Hinrichsdorf, Krummendorf, Nienhagen, Peez, Stuthof, Jürgeshof
TOP: Ö 5.1
Gremium: Ortsbeirat Gehlsdorf, Hinrichsdorf, Krummendorf, Nienhagen, Peez, Stuthof, Jürgeshof (19) Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 28.02.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:30 - 21:45 Anlass: Sitzung
Raum: Speisesaal Michaelwerk, Evangelische Stiftung Michaelshof
Ort: Fährstraße 25, 18147 Rostock
 
Wortprotokoll

Herr Müller:

              Rostock hat dringenden Bedarf an Wohnbauflächen

              dies ist die 1. Planungsphase, heute keine Entscheidung, heute nur die Vorstellung der Untersuchung

              vorwiegend gehören die Untersuchungsflächen der Stadt

              vordergründig geht es um die B-Pläne Rostocker Straße/Melkweg

              die Stadt Rostock hat eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben

              Erarbeitung des Aufstellungsbeschlusses für den Geltungsbereich

              Verkehrsuntersuchung erfolgt durch die Firma INROS LACKNER

 

Herr Dr. Lampe / Herr Kusserow: Vortrag per Power-Point-Präsentation:

Vorstellung der ergänzenden Verkehrsuntersuchung für die neuen Wohnungsbaustandorte Gehlsdorf

 

  • Darstellung der untersuchten Varianten

- Basis: Erweiterung um ca. 1.000 Wohneinheiten

- Ausgangsvarianten - IST Stand

- Vorstellung weiterer Untersuchungsvarianten

 

              Beschreibung des Untersuchungsraumes

- Bestandsanalyse

- städtebauliche Belange

- Verkehrsbelange

- Umweltbelange

 

              Vergleichskriterien und Bewertungsmodell

- 5-stufiges Vergleichsmodell

- Kriterien Verkehr, Städtebau, Umwelt, Wirtschaftlichkeit,

Umsetzbarkeit

 

              Variantenbezogene Einzeldarstellung und -bewertung

- Varianten 0, 1, 1.1, 1.2, 1.3, 2 und 2.1

 

              Gesamtbewertung mit Ausweisung der Vorzugsvariante

 

              Darstellung des vorgesehenen B-Plan-Geltungsbereiches

 

 

Kriterien:

 

Verkehr

-Leistungsfähigkeit von Querschnitt und Knotenpunkten

-Verkehrssicherheit

-Entlastungseffekt auf Bestandsnetz

Städtebau/raumstrukturelle Wirkung

-Auswirkung auf vorh. Siedlungs-und Gewerbestrukturen (Flächenüberlagerung, Flächenzerschneidung)

-Auswirkung auf vorhandene Anlagen der Infrastruktur im Untersuchungsgebiet (Unterbrechung von Wegeverbindungen, Leitungstrassen etc.)

-Eignung zur inneren Erschließung

Umwelt

-Auswirkungen auf Mensch; Pflanzen/Tiere; Boden; Wasser; Klima/Luft; Landschaft; Kultur-/Sachgüter

 

 

Wirtschaftlichkeit

-Baukosten

Umsetzbarkeit

-Eingriffe in landwirtschaftliche Privatflächen

-Eingriff in sonstige Privatflächen

-Eingriff in Pachtflächen (Gartenanlagen)

 

Bewertungsmodell:

Methodik Variantenvergleich und -beurteilung

Die Varianten werden danach beurteilt, inwiefern sie die Anforderungen der Kriterien:

Verkehr

Städtebau

Umwelt (z.B. gesetzliche Festlegung im europäischen Artenschutzrecht)

Wirtschaftlichkeit

Umsetzbarkeit

einzeln und insgesamt erfüllen, Hervorgehoben werden die Aspekte, in denen sich Varianten wesentlich voneinander unterscheiden.

 

Beurteilung in Darstellung von Grafiken der jeweiligen Varianten mit farblicher Kennzeichnung:

Beste Variantenbewertung                                          ++              - dunkelgrün             

Überwiegend positive Variantenbewertung              +              - hellgrün

Mittlere Variantenbewertung                                          O              - gelb

Überwiegend negative Variantenbewertung              -              - orange

Schlechteste Variantenbewertung                            - -              - rot

 

Aus den Untersuchungsvarianten ergeben sich Vorzugsvarianten.

 

              Variante 1: Außenliegende kurze Variante; anbaufreie Hauptverkehrsstraße - besonders geeignet /Baulänge:1,7 km (Bewertung gesamt: ++)

              Variante 1.1: Außenliegende lange Variante; anbaufreie Hauptverkehrsstraße - nur bedingt geeignet /Baulänge: 2,14 km (Bewertung gesamt: O)

              Variante 2: Innenliegende kurze Variante; angebaute Hauptverkehrsstraße - geeignet /Baulänge: 1,83 km (Bewertung gesamt: +)

              Gutachter empfehlen die 1,7 km lange Trasse, die von der Rostocker Str. an der Kleingartenanlage vorbei in Richtung Toitenwinkler Weg geht und in die Pressentinstr. einmündet.

 

Diskussionspunkte OBR und Anwohner:

 

              Bauausschuss empfiehlt keine Variante mit Anbindung in die Pressentinstraße, Entlastung der nördlichen Pressentinstraße ebenfalls notwendig

              Kritik an der unterschiedlichen Bewertung einzelner Kriterien in den unterschiedlichen Varianten

              Bauausschuss empfiehlt Variante 1.3: Außenliegende lange Variante, durch Langenort Hufe

              sicherer Schulweg im Bereich der Pressentinstraße ist zu beachten

              Verkehrskreisel müsste umgebaut werden

              der Düker wurde gerade für ca 300.000 Euro umgebaut

              Schallschutz für Anwohner

              Grundstücksanlieger am Melkweg lehnen Straße entlang des jetzigen Melkweges strikt ab - kein Grundstücksverkauf! Wollen nicht von zwei Seiten mit dem Straßenverkehr belastet werden

              Keine Lösung nur für ein paar Jahre

              Außenliegende Varianten sind Kreuzungsfrei und haben keine Grundstückszufahrten

              Yachtwerft plant ca 100 neue Mitarbeiter

              Straßenbauumlage auf die Anwohner?

              Unterschiedlicher Ansatz für den Auftrag des Gutachtens: Verwaltung will vorranging die Erschließung der neuen Wohngebiete; Ortsbeirat will vorrangig die Entlastung der vorhanden Straßen.

 

Frau Rißmann macht einen Kompromissvorschlag zwischen Variante 1.1 und 1.2. (die Trasse vom Melkweg hinter dem Gewerbegebiet und dann zwischen Gewerbegebiet und ehemaligen Hubschrauberlandeplatz entlang zu führen.

 

Argumente und Erläuterungen der Verwaltung:

Frau Herrmann:

              Vorrangig ist der Auftrag, die geplanten Wohngebiete zu erschließen.

              r eine Umgehungsstraße gibt es keine gesetzliche Grundlage, da die Pressentinstraße weiteren Verkehr aufnehmen könnte. (Beschaffenheit, Querschnitt...)

              Schallschutz wird nur bei Neubau betrachtet und deren Bestimmungen eingehalten, nicht bei bestehenden Wohnungsstandorten.

              Pressentinstraße - Bestandteil des neuen B-Planes

              Wenn Stadt die Pressentinstraße umbaut - dann Umlage der Kosten

 

Herr Pluntke:

              es bestehen gesetzliche Verpflichtungen besonders in hochwertigen Bereichen zum Schutz der Tiere und Pflanzen (Artenschutzrecht)

              Vorzugsvariante der Gutachter greift hier am wenigsten ein

 

Herr Müller:

              im Verfahren im Geltungsbereich unterschiedliche Trassen prüfen

              Varianten die zu negativ bewertet wurden ausschließen

              letztendlich entscheidet die Bürgerschaft

              Ziel ist zwei kleine Baugebiete zu erschließen mit der Verknüpfung einer Entlastung für die jetzigen Straßen

              die Verwaltung wird die Kompromissvariante von Frau Rißmann der Trassenführung auf Wunsch des Ortsbeirates und der Anwohner prüfen.

 

Herr Massenthe bittet um Abstimmung des Ortsbeirates und der Anwohner per Handzeichen (ohne Verwaltung und Planer), dass eine Variante, die in die Pressentistraße führt, abgelehnt wird.

Abstimmung: mehrheitlich dafür

 

Herr Massenthe bittet den Ortsbeirat um Abstimmung zur Prüfung der von Frau Rißmann vorgeschlagenen Variante durch die Verwaltung

Abstimmung: einstimmig dafür

 

Herr Massenthe bittet den Ortsbeirat um Abstimmung, dass die Varianten, die mit grün gezeichnet sind, mitgetragen werden.

Abstimmung: einstimmig dafür

 

Herr Müller fasst zusammen:

              die vorgeschlagene Variante des Ortsbeirates wird geprüft.

              Heute sind wir in der 1. Planungsphase unter Einbeziehung des Ortsbeirates und der Anwohner.

              Neue Untersuchungsergebnisse mit dem städtebaulichen Entwurf bekommt der Ortsbeirat rechtzeitig zur Einsicht.

              Der Aufstellungsbeschlussr den B-Plan geht im Mai 2017 in die Bürgerschaft.