Stellungnahme - 2025/AM/1190-01 (SN)
Grunddaten
- Betreff:
-
Anfrage von Andreas Szabó (Fraktion FDP/Unabhängige)
Start der Mittagsmatrosen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlage freigegeben:
- 10.11.2025
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführung:
- Zentrale Steuerung
- Fed. Senator/in:
- S 2 - Finanzen, Digitalisierung und Ordnung
- Wie gestaltet sich die Anzahl der täglich bestellten Mahlzeiten bei der „Die Mittagsmatrosen GmbH“ seit der Übernahme der Schulessensversorgung?
Derzeit werden täglich über 4.000 Mahlzeiten pro Tag ausgegeben. Um eine vergleichbare Datengröße gegenüber dem vorherigen Versorgungszustand zu ermöglichen, wird die Geschäftsführung der Die Mittagsmatrosen GmbH genaue Zahlen nach Abschluss des 4. Quartals 2025 im Januar 2026 auswerten.
- Welche Anzahl an bestellten Mahlzeiten ist mittel- und langfristig täglich nötig, damit das Geschäftsmodell tragfähig finanziert werden kann?
Mittel- und langfristig werden (in Abhängigkeit vom Abgabepreis) durchschnittlich 4.500 Mahlzeiten pro Tag benötigt. Es gibt keine gravierenden Veränderungen gegenüber der in der Unternehmenskonzeption zugrunde gelegten Kalkulation.
Diese Darstellung erfolgt ohne die Berücksichtigung eines zusätzlichen Geschäfts außerhalb der öffentlich getragenen Schulen und der Ferienzeiten.
- Wie hoch fällt nach aktuellem Stand der städtische Zuschuss an die „Die Mittagsmatrosen GmbH“ aus? Mit welchem Zuschussbedarf wird in den kommenden Jahren gerechnet?
Es ist derzeit nicht geplant, dass die Gesellschaft laufende Zuschüsse erhält. Dies wäre in Anbetracht der Haushaltslage auch nicht darstellbar. Im Kontext des Projektstandes sind für das Jahr 2026 Mehrbedarfe in Höhe von 839 TEUR für die Erstausstattung der Gesellschaft vorgesehen.
- Welche nennenswerten Probleme haben sich bisher im laufenden Geschäftsbetrieb ergeben und wie konnten diese behoben werden?
Die Um- bzw. Neubauten einzelner Schulen bzw. Ausgabebereiche haben sich teilweise verschoben. Daher mussten kurzfristige Lösungen gefunden und umgesetzt werden.
Die Anmeldung und die den Schulen entsprechende Zuordnung war eine Herausforderung. Im Speziellen sind hier zusätzliche Außenstellen und Hortvarianten außerhalb der eigentlichen Schulstandorte zu nennen. Diesem Problem konnte durch intensive Gespräche und individuelle Lösungen abgeholfen werden.
Eine weitere Herausforderung wird die Versorgung der Grundschule „Rudolf Tarnow“ sowie der Regionalen Schule „Nordlicht-Schule“ aufgrund der kurzfristigen Einstellung der Geschäfte des bisherigen Versorgers.
- Welche wiederholten Kritiken an der Schulessensversorgung wurden bisher seitens der Schüler bzw. Eltern vorgebracht und wie wurde darauf reagiert?
Nach der genaueren Beschreibung und Hilfestellung im Anmeldeprozess wurde Kritik bezüglich der Bestellzeiten und Abmeldefristen sowie zu den Portionsgrößen und der Speisenauswahl geäußert. Daraufhin wurde die Abmeldefrist auf 24 Stunden vor Bezug der Dienstleistung herabgesetzt. Die weiteren Bestellfristen werden ab dem nächsten Schuljahr angepasst. Auf den Wunsch nach Anpassung der Portionsgrößen und der Auswahl hat die Geschäftsführung zeitnah und objektspezifisch reagiert und wird dies bei Bedarf auch zukünftig tun.
Des Weiteren wurden intensive Einzelgespräche geführt und – soweit im Rahmen einer Gemeinschaftsverpflegung möglich – individuelle Lösungen abgestimmt und umgesetzt.
- Wann ist, nach aktuellem Planungsstand, mit einer Fertigstellung der "Küche" zu rechnen?
Der Bau des zentralen Produktionsstandortes liegt im Zeitplan. Nach jetzigem Kenntnisstand wird die Gesellschaft die Produktion spätestens zum neuen Schuljahr im Sommer 2026 aufnehmen.
