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Beschlussvorschlag:

 

Die Bürgerschaft beschließt den Aktionsplan Insektenschutz der Hanse- und Universitätsstadt“ (kurz: APIS HRO) als Handlungsgrundlage der Verwaltung (Anlage).

 

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Beschlussvorschriften:  § 22 KV M-V

bereits gefasste Beschlüsse:  Nr. 2018/AN/4082 Blühende und bienenfreundliche
     Hanse- und Universitätsstadt Rostock,
     Nr. 2019/IV/4513,
     Nr. 2020/IV/1470
 

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Sachverhalt:

Der hier gegenständliche Bürgerschaftsbeschluss Nr. 2018/AN/4082 vom 14.11.2018 beinhaltet die Vorgabe, dass das zu erarbeitende Zielkonzept zur bienenfreundlichen Stadt einschließlich der fachlichen Umsetzung, Positionierung und Finanzierung der Bürgerschaft spätestens zu ihrer Sitzung am 03.04.2019 zur Beschlussfassung vorzulegen ist. Der Oberbürgermeister stellte im Zuge der Fristverlängerung in der Oktobersitzung der Bürgerschaft 2020 in Aussicht, dass die Verwaltung das Konzept zur Bürgerschaftssitzung im Oktober 2021 bzw. wegen fehlender Oktobersitzung im November 2021 vorlegen wird.

Das Konzept trägt die Bezeichnung „Aktionsplan Insektenschutz der Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ (kurz: APIS HRO).

Nachfolgende inhaltliche Zusammenfassung ist Teil des APIS HRO:

 

Zusammenfassung des Aktionsplanes

 

Mit dem „Aktionsplan Insektenschutz der Hanse- und Universitätsstadt“ hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt sich über die Grenzen des Landes hinaus zu einer blühenden – und insektenfreundlichen Stadt zu entwickeln. Bis zum Jahr 2030 wird angestrebt, auf bis zu 25 % der vom Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen bewirtschafteten Grünflächen erhöhte ökologische Qualitätsstandards anzulegen und durchzusetzen und damit sukzessive zu einer ökologischen Aufwertung beizutragen. Zu diesen Grünflächen gehören die Park- und Grünanlagen, die Friedhöfe und das Straßenbegleitgrün einschließlich des Baumbestandes der Stadt. In diesem Zusammenhang werden auch die durch die Stadt gepflegten Wiesenflächen auf Möglichkeiten einer extensiven und naturnahen Bewirtschaftung geprüft und geeignete Flächen in der Pflege umgestellt.

 
Die ökologische Funktion der Insekten ist sehr bedeutsam. Insekten beeinflussen Nahrungs- und Stoffkreisläufe insbesondere durch die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen. Der derzeitige Rückgang der Insekten ist wissenschaftlich belegt und vor allem durch die Zerstörung der Lebensräume verursacht.

So ist es Ziel des Konzeptes das Bewusstsein für die Bürger hinsichtlich Biodiversität in der Stadt zu erhöhen und durch Förderung von Blühaspekten erlebbar zu machen. In Anlehnung an bundesweite Leitlinien zum Schutz von Insekten sind spezifische Maßnahmen bzw. Planungs- und Praxishinweise abgeleitet. Hierfür sind zum einen Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen und zum anderen Maßnahmen zur Wiederherstellung, zum Management sowie zur Vernetzung von Lebensräumen der Insekten. 

Im Konzept werden neben den Zielstellungen auch die bisherigen Aktivitäten der Stadtverwaltung zum „Insektenschutz“ seit 1995 dargestellt. Diese begannen mit der Aufstellung des Artenschutzhilfsprogramm „Hornisse“ im Insektenschutzes und wurde durch eine zunehmende Anzahl von umgestalteten Grünflächen sowie Veranstaltungen zu diesem Thema fortgeführt. Weiterhin sind Schwerpunkträume für die künftige Entwicklung ausgewiesen sowie Vorschläge für ein Netzwerk von Einzelaktivitäten unterbreitet.

Grundsätzlich eignen sich öffentliche und private Räume, um den „Naturschutz vor der Haustür“ erlebbar zu machen. Zunächst wird der Schwerpunkt landschaftsplanerisch in die Freiraumachsen (siehe Umwelt- und Freiraumkonzept, Biotopentwicklungskonzepte) gesetzt. Hinzu kommt die Entwicklung eines Netzwerkes mit einem großen Spektrum an Beteiligten (Verbände, Institutionen Verwaltungsbereiche). Darüber hinaus ist die gezielte Förderung der Insektenbiodiversität im Rahmen von Sofortmaßnahmen, die bereits bei der stadteigenen Planung einsetzt, vorgesehen. Die Grünflächenpflege wird auf insektenfreundliche Bewirtschaftung umgestellt.

Zusätzlich erhält die Bundesgartenschau 2025 einen Projektschwerpunkt zu diesem Thema und die Öffentlichkeitsarbeit wird intensiviert.

 

Das Konzept APIS HRO einschließlich Karte sind Bestandteil der Anlagen zu dieser Vorlage.

 

 

 

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Finanzielle Auswirkungen:

 

Alle aus dem Konzept abgeleiteten und umzusetzenden Maßnahmen werden in den jeweiligen zukünftigen Haushaltsansätzen abgebildet. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass die entstehenden Folgekosten ohne zusätzliche Mehrbedarfe abgedeckt werden können.

 

 

 

 

 

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Claus Ruhe Madsen

 

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Anlagen:

1
(wie Dokument)
15 MB
2
(wie Dokument)
8,7 MB
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