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Beratungsfolge

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Sachverhalt:

Die Bürgerschaft hatte am 21.10.2020 mit Beschluss 2020/AN/1465 den Oberbürgermeister beauftragt, Handlungsvorschläge zu unterbreiten, wie der Aktionsplan der EU zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung bestmöglichst unterstützt werden kann.

 

Der Aktionsplan der Europäischen Union wird seitens der deutschen Bundesregierung mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung umgesetzt. Hier werden erhebliche finanzielle und personelle Kapazitäten eingesetzt.

 

Seitens der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern wird gesamtgesellschaftliche Bewusstseinsbildung zur Wertschätzung von Lebensmitteln unterstützt.

 

Auf kommunaler Ebene sind Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen einschließlich Bioabfällen organisiert. Konzepterstellungen oder Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung sind weder personell noch finanziell abgesichert. Darum ist ehrenamtliches Engagement erforderlich und sollte durch die Verwaltung unterstützt werden.

 

Eine Abfrage zur Ideenfindung oder Vorschläge in allen Ämtern der Stadtverwaltung und kommunalen Eigenbetrieben vom 18.02.2021 verlief ergebnislos.

 

Am 18.05.2021 wurde durch den Senator Matthäus eine öffentliche digitale Veranstaltung durchgeführt, zu der auch die Mitglieder der Bürgerschaft eingeladen waren. Die Teilnehmenden wurden durch einen Vortrag von Sarah Raschke, Botschafterin und Referentin von foodsharing Rostock inspiriert und zur Diskussion angeregt (Dokumentation zum Vortrag in der Anlage).

 

Es wurde gemeinsam herausgearbeitet, dass die Unterstützung von ehrenamtlichem Engagement aus der Zivilgesellschaft eine gute Möglichkeit zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist.

 

Der Aufbau von Fairteiler-Ausgabestellen wurde angeregt.

 

Ein Fairteiler muss folgenden Rahmenbedingungen genügen:

 

- Raum (mind. 10qm) oder geschützte Außenfläche (mind. 3 qm)

- Stromanschluss

- barrierearm und frei zugänglich (lange aber nicht 24/7)

- Möglichkeit der Abfallentsorgung

- Nutzung von Sanitäranlagen

Die ehrenamtliche Bewirtschaftung erfolgt durch foodsharing Rostock.

 

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Caterer vertraglich zu binden, dass bei nicht verwendeten Lebensmitteln foodsharing Rostock informiert wird, um eine Abholung zu organisieren.

 

Senator Matthäus hat den Ehrenamtlichen von foodsharing Rostock bei allen folgenden Aktivitäten seine Unterstützung zugesagt.

 

Erste Rückmeldungen seitens kommunaler Unternehmen gibt es von der Stadtentsorgung Rostock GmbH. Hier werden zusammen mit foodsharing Rostock geeignete Flächen eruiert.

 

Im September 2021 wird der erste Fairteiler in städtischen Gebäuden im HdBuU am Holbeinplatz 14 eröffnet.

 

Gerne ist weiteres ehrenamtliches Engagement gefragt.

 

Weitere Informationen sind zu finden unter wiki.foodsharing.de.

 

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in Vertretung

 

Dr. Müller-von-Wrycz Rekowski
Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters
und Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung

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Anlagen

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