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Sachverhalt:

 

Im Rahmen des Projektes Fairtrade-Stadt Rostock wurden von 2018-2020 zusätzlich Fördermittel über die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung eingeworben, um die Erfahrungen aus der Hanse- und Universitätsstadt Rostock auch an andere Städte im Bundesland weiterzugeben. Im Januar 2020 wurden die Universitäts- und Hansestadt Greifswald und die Stadt Parchim mit dem Titel „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet, im Februar die Freie Schule Güstrow als „Fairtrade-School“ und im April das Ostseebad Zinnowitz als „Fairtrade-Gemeinde“. Im gesamten Förderzeitraum fand ebenfalls ein Austausch mit der Barlachstadt Güstrow statt, die sich aktuell im laufenden Bewerbungsverfahren befindet.

 

Im Juni startete die bundesweite Kampagne #sporthandeltfair, an der auch die Fairtrade-Stadt Rostock beteiligt ist. In der Folge finden nun unter anderem Kooperationen mit dem Stadtsportbund Rostock statt. Dazu gehören auch 300 fair gehandelte Springseile, die vor Weihnachten für ausgewählte Kindertagesstätten angeschafft wurden und auf einen passenden Zeitraum für die Übergabe warten.

 

Mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität Rostock gab es wieder zahlreiche Kooperationen, darunter Veranstaltungen zum Fairen Handel in der digitalen Nachhaltigkeitswoche im Juni und vor der Weihnachtszeit und einen OpenFair Brunch zur Fairen Woche im September.

 

Ebenfalls im September fand die erste Fairtrade-Schüler*innenakademie statt, unter anderem organisiert von Fairtrade-Deutschland, dem Verein Hamburg mal fair und der Fairtrade-Stadt Rostock. Schülerinnen und Schüler aus den norddeutschen Bundesländern waren eingeladen, sich digital an Workshops rund um den Fairen Handel zu beteiligen und ihre Wünsche und Erfahrungen auszutauschen.

 

Zu Weihnachten wurden noch fair gehandelte Bio-Nikoläuse (Schokolade) verteilt: Für die Kinder und Kliniknannys des Projekts „Tommy nicht allein“ der Universitätsklinik Rostock und an die an Heiligabend Arbeitenden des Klinikums Südstadt Rostock.

Für die projektaktiven Schülerinnen und Schüler der Fairtrade-School Erasmus Gymnasium und der für die Kampagne in laufender Bewerbung befindenden Don-Bosco-Schule gab es ebenfalls weihnachtlich-faire Schokolade. Weitere an der Kampagne interessierte Schulen in Rostock können sich jederzeit unter fairtrade@rostock.de beraten lassen.

 

Hintergrund

 

Rostock ist seit 2012 Teil der internationalen Fairtrade-Stadt Kampagne und war von 2013 bis 2015 Trägerin des bundesweiten Titels Hauptstadt des Fairen Handels. Seit 2016 finanziert die Stadt zur Koordinierung der damit verbundenen Aufgaben eine Projektstelle, die beim Eine-Welt-Landesnetzwerk M.V. e.V. in Rostock angesiedelt ist.

 

Ausblick 2021

 

Für das Rostocker Rathaus wurde ein „Fair-o-mat“ bestellt, dieser wird in 2021 aufgestellt. Es handelt sich dabei um einen mechanischen Snackautomaten, der ausschließlich fair gehandelte Produkte enthält.

 

Abhängig von den aktuellen Verordnungen der Landesregierung M-V wird die Fairtrade-Stadt Rostock sich im März auf der OstseeMesse und im Juni beim MV-Tag in Greifswald präsentieren. Die Planungen für die Hanse Sail im August laufen allmählich an.

 

Die Kooperation mit dem Stadtsportbund soll ausgebaut werden. Darunter können Schulungen für Vereine zu nachhaltigem Sportequipment und gemeinsame Projekte zur Verwendung fair gehandelter Bälle fallen. Vereine und Schulen können sich diesbezüglich auch jederzeit an die Fairtrade-Stadt Rostock wenden. Ab dem 2. Quartal 2021 können dort auch fair gehandelte Bälle zum Probespielen ausgeliehen werden.

 

In 2021 wird die Hanse- und Universitätsstadt Rostock sich erneut um den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels“ bewerben. Über die Bewerbung wird in einer gesonderten Informationsvorlage informiert. Die Preisverleihung wird im September stattfinden, die Preisgelder betragen 200.000 Euro für fünf Preisträger und zusätzlich werden fünf Sonderpreise à 10.000 Euro verliehen. Zusätzlich werden Lospreise gezogen.

Ein Schwerpunkt der Kampagne wird in 2021 die Vorbereitung des 10jährigen Jubiläums der Fairtrade-Stadt Rostock im Jahr 2022 sein. Ziel soll es sein, möglichst vielen Rostockerinnen und Rostockern die Kampagne bekannt zu machen und über ein vielfältiges Angebot Möglichkeiten zum Informieren und Austauschen zu schaffen.

 

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Claus Ruhe Madsen

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