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Vorlage - 0040/04-SN  

 
 
Betreff: Veränderungen des B-Planes maritim- touristisches Sondergebiet "Jachthafen Hohe Düne"
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
  Bezüglich:
0047/04-KA
Federführend:   
Beratungsfolge:

Sachverhalt

HANSESTADT ROSTOCK

HANSESTADT ROSTOCK

Nummer

 

DER OBERBÜRGERMEISTER

0040/04-SN

 

Stellungnahme

Amt

 

60

 

Datum

zur Anfrage Nr.  0047/04-KA

d. Frau/Herrn/Fraktion/Ortsbeirates

29.03.2004

Fraktion Bündnis 90,   v. 17.03.2004

Genehmigungsvermerk

 

VI, gez. Grüttner

 

 

federführend

 

 

VI

Gegenstand

beteiligt

Veränderungen des B-Planes maritim- touristisches Sondergebiet "Jachthafen Hohe Düne"

 

 

Verteiler

Sitzungstermin

 

Bürgerschaft

31.03.2004 16:00

 

 

 

In Beantwortung der o.g. Anfrage teilen wir Ihnen mit:

 

Einleitend ist zu bemerken, dass Änderungen des seit dem 29.01.2003 rechtskräftigen B-Planes 01.SO.92 Maritim-Touristisches Sondergebiet "Yachthafen Hohe Düne" nicht beantragt wurden und nicht beabsichtigt sind. Es wird daher davon ausgegangen, dass eine Information, über die im Rahmen der Genehmigungsverfahren erteilten Befreiungen von den Festsetzungen des B-Planes gewünscht wird. Mit dem Rechtsinstrument der Befreiung soll im Einzelfall für ein konkretes Vorhaben ein gewolltes Abweichen von den zum Zeitpunkt der Aufstellung eines Bebauungsplanes abstrakt formulierten Festsetzungen ermöglicht werden. Die im § 31 (2) BauGB definierten rechtlichen Voraussetzungen für Befreiungen legen insbesondere fest, dass die Grundzüge der Planung, d.h. der Wesensgehalt des Bebauungsplanes nicht berührt werden dürfen, ansonsten wären Befreiungen nicht zulässig. Für die den Zulässigkeitsrahmen für Befreiungen überschreitenden Abweichungen wäre eine Satzungsänderung durch ein entsprechendes B-Planänderungsverfahren zu prüfen.

 

1.        Wie viele Veränderungen zum B-Plan wurden durch den Investor beantragt?

2.        Wie viele dieser Anträge wurde bewilligt?

 

zu Frage 1. und 2.

 

Es wurden weder Änderungen des B-Planes durch den Investor beantragt noch bewilligt. Für die Baufelder 3 und 4 wurden 11 Befreiungsanträge von den Festsetzungen des B-Planes gestellt und 9 genehmigt. 2 Befreiungsanträge sind noch in der Bearbeitung (sh. Frage 6.).

 

3.        Welche Veränderungen wurden für die Baufelder 1 bis 5 im Detail bewilligt?

 

zu Frage 3.

 

siehe Tabelle Anlage 1

 

 

 

 

 

4.        Welche Veränderungen gibt es im Grünkonzept für die einzelnen Grünflächen 1-9 und den Ausgleichsmaßnahmen innerhalb des Plangebietes?

 

zu Frage 4.

 

Die im Rahmen der Baugenehmigungsverfahren erteilten Befreiungen widersprechen nicht den grünordnerischen Festsetzungen des B-Planes bzw. es sind zum Teil keine Grünbelange betroffen.

 

Landseitige Erschließung - Grünfläche 5:

Durch die Verlegung der Planstraße C und durch die Anordnung eines befestigten Gehweges als direkter Zugang vom Sporthotel zum Hotel Hafen im Hafen wird die Grünfläche 5 geteilt.

 

5.        Wie gestaltet sich die Eingriffsbilanz neu und welche Ausgleichsmaßnahmen wurden innerhalb und außerhalb des Plangebietes festgelegt?

 

zu Frage 5.

 

Die im Rahmen der Baugenehmigungsverfahren erteilten Befreiungen führen zu keiner erheblichen und nachteiligen Beeinträchtigung über das Maß hinaus, welches im B-Plan bereits berücksichtigt wurde bzw. es gibt zum Teil keine Auswirkungen zu den grünordnerischen Festsetzungen.

 

Landseitige Erschließung - Grünfläche 5:

Durch die intensive Begrünung im Bereich der Grünfläche 5 und 8 (laut Ausführungsplanung) wird eingeschätzt, dass der Eingriff dadurch ausgeglichen wird.

 

 

6.        Wie viele Anträge sind noch in der Bearbeitung? Falls noch Anträge in der Bearbeitung sind, was wurde beantragt?

 

zu Frage 6.

 

Gegenwärtig befindet sich ein Bauantrag zum Neubau eines Schwimmbades als Ergänzung zum Hotel "Hafen in Hafen" im Baufeld 4 in der Bearbeitung. Hierzu sind 2 Befreiungen zur Überschreitung der Baugrenzen des Baufeldes 4 und von der textlichen Festsetzung Nr. 6 i.V.m. Nr. 3.1a zur Nutzung zu prüfen.
Über diesen Sachstand wurde der Bauausschuss in seiner Sitzung am 02.03.2004 informiert.

 

 

 

 

 

Peter Grüttner

 

 

60.44

 

60.4

 

60

 

 

 

 

Anlage

Tabelle zu Frage 3

 

 

 


 

Zu Frage 3.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Anlage 1/ Blatt 1

Für die Baufelder 3 und 41)  wurden folgende Befreiungen von den Festsetzungen des B-Planes beantragt und genehmigt:

 

 

Baufeld 3

Baufeld 4

 

Sporthotel

Gebäude „Spitze“ (Tagungszentrum)

Gebäude „Hafen-im-Hafen“ (Hotel)

 

B-Plan

Antrag auf

Befreiung

Entscheidung

B-Plan

Antrag auf

Befreiung

Entscheidung

B-Plan

Antrag auf

Befreiung

Entscheidung

Bruttogeschossfläche

Der B-Plan enthält keine Festsetzungen zur GFZ, so dass die Bruttogeschossfläche über die Festsetzungen der GRZ und überbaubaren Grundstücksfläche eingegrenzt und bestimmt wird, so dass keine direkten Vergleichswerte für die Bruttogeschossfläche vorliegen und durch die im Folgenden genannten Befreiungen die Grundzüge der Planung im Detail nicht berührt werden.

überbaubare Grundstücksfläche

Baufeldtiefe

15 m

16,90 m

ja

Planung entspricht den Festsetzungen des B-Plans

überbaubare Grundstücksfläche

 

Baufeldtiefe für Vorbauten

nicht geplant

für Balkone von 1,50 m Tiefe über ca. 70 % der Fassaden-länge

ja

Planung entspricht den Festsetzungen des B-Plans

nicht geplant

Eingangsvor-bauten

Nord 1,50 m

Süd 2,50 m

auf jeweils 16,80 m

ja

überbaubare Grundstücksfläche

Breite der Baufelder

2 x 50 m

1 x  55 m

Unterbauung der 2 m breiten Zwischenräu-me für eine Tiefgarage

ja

70 m

Überschrei-tung um

10 m für einen gestaf-felten Ein-gangsvorbau

ja

146 m

Überschrei-tung um

36 m für einen Schwimm-badbau (in Bearbeitung)

ja

überbaubare Grundstücksfläche

Baufeldgrenzen für

4-geschossigen Bauteil (Mitteltrakt)

Planung entspricht den Festsetzungen des B-Plans

20 x 20 m

19,60 x 25,80 m

ja

GRZ/Versiegelung

Der B-Plan setzt eine GRZ von 0.6 fest, die Planung weist eine GRZ von 0.52 nach.

Der B-Plan setzt eine GRZ von 0.8 fest, die Planung weist eine GRZ von 0.40 nach.

Höhe der baulichen Anlagen

Planung entspricht den Festsetzungen des B-Plans

12 m

14 m

ja

Planung entspricht den Festsetzungen des B-Plans

                                                                                                                                                                                                  Anlage 1/ Blatt 2

                                                                                                 

 

Anzahl der Vollgeschosse

III/IV

IV2)

ja

Planung entspricht den Festsetzungen des B-Plans

II/IV

III/IV 2)

ja

Nutzungsänderungen

keine Anträge auf Nutzungsänderung, die beantragten Nutzungen entsprechen den Fest-

setzungen des B-Planes

Nutzungsänderung für Schwimmbad

(in Bearbeitung - sh. Frage 6)

Anzahl der Beherbergungskapazitäten

Das Baufeld 3 ist als Sondergebiet Beherbergung festgesetzt, hier sollen ca. 245 Appartements entstehen

Das Baufeld 4 ist als Sondergebiet Jachthafen festgesetzt, in dem im Zusammenhang mit der Betreibung des Jachthafens stehende untergeordnete Beherbergungseinrichtungen zulässig sind.

Es ist hier ein Nutzungsverhältnis von ca. 33 % Beherbergung (ca. 125 Appartements) zu 67 % jachthafenspezifischer Nutzung geplant.

Anzahl der Liegeplätze

In der Ausschreibung zum Yachthafen war die Anzahl der Liegeplätze auf maximal 800 begrenzt, in der Planung sind entsprechend ca. 790 Liegeplätze vorgesehen.

Stellplätze

Durch den geplanten Bau von Tiefgaragen (mit 430 Stellplätzen) unter den Hotelgebäuden wird der durch die Hochbauten verursachte bauordnungsrechtliche notwendige Stellplatzbedarf abgedeckt. Für alle anderen Nutzer stehen 492 Stellplätze zur Verfügung. Eine Beschränkung gemäß § 12 BauNVO zulässigen Stellplätze enthält der B-Plan nicht

 

1)       Das Baufeld 1 ist die Verkehrsleitzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund und wurde informell in den B-Plan aufgenommen, die in den Baufeldern 2 und 5 geplanten Vorhaben sowie die Pavillon-Gebäude im Baufeld 4 entsprechen den Festsetzungen des B-Plans.

2)       bautechnisch begründet bei Einhaltung der im B-Plan zulässigen Höhe der baulichen Anlagen