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Vorlage - 2020/AM/0676-01 (SN)  

 
 
Betreff: Anfrage von Kristin Schröder (Fraktion DIE LINKE.PARTEI)
Planungsgebiet Groter Pohl
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
fed. Senator/-in:OB, Claus Ruhe MadsenBezüglich:
2020/AM/0676
Federführend:Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft   
Leitlinien:2. Hafenstadt und Wirtschaftszentrum
Beratungsfolge:

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Sachverhalt:

 

1. Wie ist der aktuelle Stand der Planungen, gibt es Änderungen?

 

Zur Sicherung der Qualität dieses besonderen Baugebietes in besonders attraktiver Lage hat die Verwaltung mit externer Begleitung eine Mehrfachbeauftragung von 3 Büros vorbereitet. Die teilnehmenden Büros müssen mindestens die Fachrichtungen Stadtplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur beteiligen.

Ziel dieses kooperativen Verfahrens ist die Erarbeitung von Entwicklungsgrundsätzen für ein Wohnquartier von hoher städtebaulicher und freiräumlicher Qualität und die Erarbeitung von Aussagen zur Bauweise, Dichte und Höhe der Bebauung. Das Gebiet soll eine besondere Lebensqualität für alle Nutzergruppen bieten und die Themen Mobilität, Energie, Ökologie, Nutzungsmischung und Vernetzung in den weiteren Stadtraum vereinen.

Die Auftaktveranstaltung mit den 3 Büros wird am 26.02.2020 stattfinden. Neben den beteiligten Ämtern sind auch die Vorsitzenden des Bau- und Planungsausschusses, des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus und des Ausschusses für Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt und Ordnung sowie die Vorsitzende des OBR Südstadt eingeladen.

Nach der dann anschließenden Arbeitsphase sollen die Ergebnisse im April 2020 präsentiert werden. Sie sind wiederum Grundlage für die Überarbeitung des Bebauungsplanentwurfes, der ohnehin im Ergebnis der Einwendungen aus der öffentlichen Auslegung des 1. Entwurfes erneut öffentlich ausgelegt werden muss. Neben diesen Inhalten werden auch die Ergebnisse einer parallel beauftragten Verkehrsuntersuchung zur Erschließung des Baugebietes Wohn- und Sondergebiet Am Südring (Groter Pohl) im Bereich der Einmündung Straße Platz der Freundschaft in den Südring in den überarbeiteten Entwurf des B-Planes einfließen.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist im Rahmen der Erstellung des 2. Entwurfes mit den Ergebnissen der dargelegten Verfahren frühzeitig geplant.

Der Beschluss der Bürgerschaft zum 2. Entwurf zur Durchführung der öffentlichen Auslegung und erneuten Beteiligung der Träger öffentlicher Belange soll voraussichtlich im 1. Quartal 2021 erfolgen.

2. Wann beginnt die Erschließung? Welche Bereiche werden bauabschnittsweise zuerst und folgend erschlossen?

 

In Abhängigkeit vom B-Planverfahren kann die Erschließung des Baugebietes vorbereitet und durchgeführt werden. Es ist von einem Erschließungsbeginn ab 2024 auszugehen.

3. Welche Planungen erfolgen von den derzeitigen Genossenschaften? Gibt es dazu schon Entwürfe? Wenn ja, wann werden diese veröffentlicht?

 

Die Wohnungsgenossenschaften planen nicht im Baugebiet Groter Pohl. Die unter 1. beschriebenen Verfahren sind durch die Verwaltung unter Federführung des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft vorbereitet worden.

4. Die EuSiB gAG (Europäische Stiftung für innovative Bildung) hat sich meiner Kenntnis nach von den Plänen am Groten Pohl verabschiedet, stimmt das? Wenn ja, welche Konsequenzen hat dies für die Planungen und wie sollen die Flächen nun genutzt werden?

 

Unabhängig von den Plänen der EuSiB AG (Europäische Stiftung für innovative Bildung) stellt die Nutzungsmischung im Plangebiet ein besonderes Qualitätsmerkmal im Sinne eines urbanen Stadtquartiers dar. Daran wird auch weiterhin festgehalten. Neben den Hauptnutzungen Wohnen und Arbeiten in speziell definierten Sondergebieten im Bereich Technologie, Forschung und Entwicklung komplettieren Einrichtungen des Gemeinbedarfs für Schule und Kindertagesstätte, Bildungseinrichtungen in Sondergebieten und allgemeine Gewerbegebiete und Mischgebiete diesen Nutzungsmix. Die nördlichen Flächen am Quartiersplatz werden entsprechend weiter als Sondergebiete für diese Nutzungen festgesetzt- unabhängig von den Absichten der EuSiB. Die ursprünglich geplante Bildungsfachhochschule ist damit weiterhin möglich.

 

 


 


Claus Ruhe Madsen