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Vorlage - 2019/AN/0251-01 (SN)  

 
 
Betreff: Erweiterung der Grundschule "Juri-Gagarin", Joseph-Herzfeld-Str. 19 durch Schul- und Hortneubau auf dem Gelände der Grundschule für rund 3,3 Millionen Euro im Jahr 2020
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
fed. Senator/-in:S 3, Steffen BockhahnBezüglich:
2019/AN/0251
Federführend:Amt für Schule und Sport Beteiligt:Eigenbetrieb KOE
Leitlinien:5. Stadt der Bildung, Kultur und des Sports
Beratungsfolge:
Ausschuss für Schule, Hochschule und Sport Kenntnisnahme
11.09.2019 
Sitzung des Ausschusses für Schule, Hochschule und Sport zur Kenntnis gegeben   
Finanzausschuss Kenntnisnahme
12.09.2019 
Sitzung des Finanzausschusses zur Kenntnis gegeben   
Bau- und Planungsausschuss Kenntnisnahme
24.09.2019 
Sitzung des Bau- und Planungsausschusses zur Kenntnis gegeben   
Bürgerschaft Kenntnisnahme
25.09.2019 
Sitzung der Bürgerschaft zur Kenntnis gegeben     

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung wird aufgefordert folgendes Bauvorhaben im Rahmen einer ersten groben Machtbarkeitsanalyse und Kostenschätzung zu prüfen:

 

Erweiterung der Grundschule „Juri-Gagarin“, Joseph-Herzfeld-Str. 19 durch 2-geschossigen Schul- und Hortneubau auf dem Gelände der Grundschule für rund 3,3 Millionen Euro im Jahr 2020 zur Schaffung neuer ausreichender Schul-, Hort- und Essensräume.

 

 

 

Stellungnahme:

 

Bei der o.g. Antragstellung werden gewollt oder ungewollt zwei unterschiedliche Vorgänge und Betrachtungsweisen übereinandergelegt.

 

  1. Bedurfte und bedarf es einer schulräumlichen Erweiterung für die Grundschule „Juri Gagarin“, Joseph-Herzfeld-Straße 19?

 

Ja, es bedarf einer schulräumlichen Erweiterung der Grundschule „Juri Gagarin“. Bereits in der 4. Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes der allgemeinbildenden Schulen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wurde prognostiziert, dass die Grundschule „Juri


Gagarin“ ab Schuljahresbeginn 2017/18 bezüglich der Raumkapazitäten an ihre Grenzen stößt.

Zum Schuljahresbeginn 2017/18 wurde daher eine erste Ausbaustufe eines Raumzellenschulgebäudes errichtet, das direkt an das bestehende Schulgebäude angrenzt. Somit wurde Platz für einen zusätzlichen Unterrichtsraum sowie für einen Essensraum mit Ausgabeküche, inklusive der benötigten Sanitäranlagen geschaffen. Die Option, das Gebäude um ein weiteres Geschoss aufzustocken, wurde zu diesem Zeitpunkt bereits berücksichtigt. Die Umsetzung erfolgte planmäßig zum Schuljahresbeginn 2019/20. Mit der Maßnahme wurden zwei weitere Unterrichtsräume nebst Sanitäreinrichtungen errichtet. Die Größe und die Qualität der Unterrichtsräume erfüllt alle schulbaulichen Normen und Anforderungen. 

Der mittelfristige Schulraumbedarf der Grundschule „Juri Gagarin“ konnte damit entsprechend der schulgesetzlichen Forderungen abgedeckt werden. Dies gilt sowohl für das laufende Schuljahr 2019/20 wie für die nächsten Jahre, sofern keine deutliche zusätzliche Wohnbebauung in der Südstadt versorgungswirksam wird.

 

  1. Welche Antworten bei der weiteren Entwicklung des Grundschulstandortes „Juri Gagarin“ sind noch offen?

 

Der Grundschulstandort „Juri Gagarin“ steht in unmittelbarer Abhängigkeit zur gesamtstädtischen Entwicklung am künftigen Gestaltungsgebiet „Groter Pohl“. Hier besteht die städtische Absicht, einen Schulstandort einzuordnen, der optional auch eine Grundschule berücksichtigt. Die entsprechenden Varianten hierzu werden derzeit geprüft. Eine abschließende Lösung liegt jedoch noch nicht vor. Mit der Entscheidung eines Grundschulneubaus am „Groten Pohl“ besteht keine weitere Notwendigkeit, die Grundschule „Juri Gagarin“ um einen neuen Ergänzungsbau zu erweitern.

Davon unabhängig ist eine deutliche Verbesserung der Esseneinnahmebedingungen und der Organisationsabläufe der Schulspeisung für die rund 120 regelmäßigen Essensteilnehmer/innen der Grundschule „Juri Gagarin“ dringend notwendig. Die Gespräche mit der Schule und dem Hort zu diesem Thema sind bereits mehrfach erfolgt. Dazu ist schulinhaltlich eine Anpassung der Stundenplanung notwendig, die eine Essenseinnahme vor 13 Uhr ermöglicht.

Die zwischen dem Hauptstandort der Grundschule und dem Raumzellengebäude befindliche Zufahrt ist eine Erschließung zum RIGZ sowie zur Grundschule selber. Diese nur einspurig befahrbare Erschließung ist durch massive Bremsschwellen gesichert und wird vorzugsweise von den Eltern der Grundschulkinder genutzt.

 

Darüber hinaus erhält das Raumzellengebäude in den nächsten Wochen eine bereits beauftragte zusätzliche Einzäunung.

 

Die in o.g. Antrag ausgeführte ggf. mögliche Inanspruchnahme von Fördermitteln setzt die garantierte langfristige Bestandssicherheit des zu fördernden Objektes voraus. Aus gegenwärtiger Sicht sollte dem o.g. Antrag nicht gefolgt werden und eine abschließende Entscheidung in der Sache erst nach endgültiger Ergebnisfindung zum konkreten Inhalt des Schulstandortes am „Groten Pohl“ erfolgen.


 


Steffen Bockhahn