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Vorlage - 2019/BV/4510-20 (ÄA)  

 
 
Betreff: Alexander Prechtel (für den Ortsbeirat Seebad Warnemünde/Seebad Diedrichshagen)
Beschluss über die Zielstellungen bei der Erarbeitung des Entwurfs für den Bebauungsplan Nr. 01.SO.172 "Mittelmole Warnemünde"
Status:öffentlichVorlage-Art:Änderungsantrag
  Bezüglich:
2019/BV/4510
Federführend:Ortsamt Nordwest 1 Beteiligt:Sitzungsdienst
    Büro der Präsidentin der Bürgerschaft
Beratungsfolge:
Bürgerschaft Entscheidung
15.05.2019 
Sitzung der Bürgerschaft vertagt     
03.07.2019 
Konstituierende Sitzung der Bürgerschaft vertagt     
28.08.2019 
Sitzung der Bürgerschaft vertagt     
Bau- und Planungsausschuss Vorberatung
21.05.2019 
Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vertagt   
Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus Vorberatung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Der Beschlussvorschlag wird in Punkt 1. wie folgt geändert:

Die Formulierung „Beschränkung der Wohnnutzung  auf maximal 300 Wohneinheiten  die überwiegend im nordwestlichen Teil der Mittelmole anzusiedeln sind, “ wird gestrichen und durch „Beschränkung der Wohnnutzung zur Minimierung von Zielkonflikten mit anderen städtebaulichen Funktionen  auf Varianten von 100, 200 bzw. 300 Wohneinheiten,“ ersetzt.


Begründung:

Im Strukturkonzept von 2011 wird das Wohnen auf der Mittelmole als nachrangig qualifiziert.

Hergeleitet aus dem Strukturkonzept wurde in der Aufgabenstellung für den zweiphasigen Städtebaulichen Wettbewerb (Stand 26.09.2011) zum Areal Mittelmole folgende Vorgabe im Teil Städtebauliche Zielsetzung formuliert :

„Schaffung eines Wohnstandortes mit etwa 100 – 300 Wohneinheiten, wobei die Planung der Wohnhäuser die überwiegend durch Schifffahrt und Gewerbe geprägte Umgebung nicht einschränken darf.“

Es bestehen Zielkonflikte zum Flächenbedarf eines neu zu ordnenden und zu entwickelnden Segelstandortes nordwestlich des WIROtel sowohl für den Landessportbund als auch für die Segel- und maritimen Vereine. Die regelmäßigen Kultur- und Event-Aktivitäten (Port-Party, Cruise-Festival, Hansesail, Warnemünder Woche etc.) mit dem entsprechenden Lärm und Trubel beeinträchtigen die Wohnqualität im angrenzend geplantem Wohn-Quartier.  

Eine massive Wohnbebauung begrenzt die Möglichkeiten zur Entzerrung der Besucherströme durch Maßnahmen/Angebote  zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf der Mittelmole für Kreuzfahrttouristen, Tagesbesucher und Einwohner (s. Vergleichsstudie „Tourism Crowding“ Rostock Port vom 10.11.2017).

Insofern sind in Varianten mit gestaffelter Anzahl von Wohneinheiten die Möglichkeiten der Minimierung der Zielkonflikte zu anderen städtebaulichen Funktionen und Bedarfe darzustellen.


Alexander Prechtel

Vorsitzender