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Vorlage - 2019/AF/4517-01 (SN)  

 
 
Betreff: Klärschlamm-Verwertungsanlage
Status:öffentlichVorlage-Art:Stellungnahme
fed. Senator/-in:OB, Roland MethlingBezüglich:
2019/AF/4517
Federführend:Zentrale Steuerung   
Beratungsfolge:
Bürgerschaft Kenntnisnahme
03.04.2019 
Sitzung der Bürgerschaft zur Kenntnis gegeben     

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Direktverwertung Ulm

 

Sachverhalt:

Mit der Anfrage 2019/AF/4517 wird der Oberbürgermeister um genauere Erläuterungen zur Simulation einer Ascheanalyse aus den Schlammproben der 26 Kläranlagen der KKMV und um die Zurverfügungstellung von Unterlagen gebeten.

Hierzu nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 


Simulationsmethode Ascheprognose KKMV

Grundlage der Ascheprognose der KKMV sind die Klärschlammanalysen der 26 angeschlossenen Kläranlagen der Gesellschafter, wobei auch die Analysen der neuen Beitritts-Interessenten Neubrandenburg und Neustrelitz ebenfalls berücksichtigt wurden.

In den Analysen sind, bezogen auf den Gehalt an Trockensubstanz, jeweils die organischen Anteile der Schlämme als Glühverlust (GV) dargestellt.

 

Bei der Verbrennung der Klärschlämme in einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage dient genau dieser organische Anteil als Brennstoff und er wird im Ofen der Anlage weitestgehend abgebaut. Als Verbrennungsasche fällt der mineralische Anteil des Klärschlamms an und dieser wird zu ca. 85-90% über den Elektrofilter als sog. Filterasche abgeschieden. In dieser Asche reichert sich auch das im Klärschlamm enthaltene Phosphat (P2O5) an, daher ist die Asche der Grundstoff für die nachgeschaltete Rückgewinnung bzw. Nutzung des Phosphors.

 

Ein Anteil des festen Rückstands der Klärschlammverbrennung (ca. 10-15%) besteht aus leicht-flüchtigen Schadstoffen (Hg, Cd u.a.) die den Elektrofilter passieren und in den nachfolgenden Stufen der Rauchgasreinigung ausgeschleust und einer gesicherten Deponie zugeführt werden.

 

 

 

 

 

Zur Kalkulation der Ascheprognose wurden unter Berücksichtigung der spezifischen Klär-schlammmengen aus den Kläranlagen der Gesellschafter die gewichteten Mittelwerte gebildet, der Organikanteil wurde analog zu den angegebenen Glühverlusten abgezogen und dann, entsprechend der vorgenannten Aufteilung, der Anteil Filterasche bestimmt.

Anschließend wurde der ermittelte Ascheanfall noch mit Werten aus vergleichbaren Anlagen verglichen und festgestellt, dass das KKMV Ergebnis plausibel ist.

 

Die Klärschlammanalysen der 26 angeschlossenen Kläranlagen können nach Zustimmung der Gesellschafter der KKMV GmbH bei der KKMV GmbH eingesehen werden.

 

 

 

 

 

 

Roland Methling

 


 

 

Anlage/n:

Auszug aus der Korrespondenz Abwasser, Abfall 2016 (63) Nr. 1

„Direktverwertung von Aschen aus der Klärschlammverbrennung als Phosphatdünger - das Praxis Beispiel Ulm“

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 (wie Dokument) Direktverwertung Ulm (525 KB)