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Vorlage - 2016/AN/1523  

 
 
Betreff: Dr. Steffen Wandschneider (für die Fraktion der SPD)
Fassadensimulation für die Bebauung Nordkante
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag
Federführend:Fraktion der SPD Beteiligt:Büro der Präsidentin der Bürgerschaft
    Sitzungsdienst
Beratungsfolge:
Bau- und Planungsausschuss Vorberatung
23.02.2016 
Sitzung des Bau- und Planungsausschusses abgelehnt   
26.04.2016 
Sitzung des Bau- und Planungsausschusses abgelehnt   
Ausschuss für Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt und Ordnung Vorberatung
25.02.2016 
Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt und Ordnung vertagt   
31.03.2016 
Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt und Ordnung vertagt     
28.04.2016 
Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt und Ordnung abgelehnt   
Bürgerschaft Entscheidung
02.03.2016 
Sitzung der Bürgerschaft vertagt   
06.04.2016 
Sitzung der Bürgerschaft vertagt   
11.05.2016 
Sitzung der Bürgerschaft geändert beschlossen   
Ortsbeirat Stadtmitte (14) Vorberatung
16.03.2016 
Sitzung des Ortsbeirates Stadtmitte vertagt   
10.05.2016 
Sitzung des Ortsbeirates Stadtmitte abgelehnt   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, 

 

1. ein Kurzkonzept für die Durchführung einer Fassadensimulation der geplante Bebauung des Baufeldes 1 am Neuen Markt zu erarbeiten. Das Konzept soll enthalten:

-          eine Sondierung der technischen Realisierungsmöglichkeiten (Gerüst mit bedruckten Folien o.ä.) einer Fassadensimulation, der benötigten Rahmenbedingungen und der sich ergebenden Parameter für die Umsetzung.

-          einen möglichen Ablaufplan der begleitenden Bürgerbeteiligung im Vorfeld, während und im Nachgang der Fassadensimulation (z.B. Ausstellung im Rathaus, Bürgerforum, Infobox auf dem Neuen Markt o.ä.)

-          eine Darstellung von Möglichkeiten zur optimalen Nutzung der Fassadensimulation als Event im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit und des Stadtmarketings (z.B. begleitende Plakatkampagne, optimale Platzierung im jährlichen Eventkalender oder im Rahmen des Doppeljubiläums o.ä.)

-          eine Darstellung von Ideen zur Einwerbung von Sponsoringleistungen (z.B. Eindruck von Werbeschriftzügen in die Fassadenfolie, Medienpartnerschaften, Sponsoring des Gerüstbaus o.ä.)

-          einen realistischen Zeitplan der Planung, Umsetzung und Nachbegleitung des Gesamtprojektes

-          eine zeitliche Einordnung in den vorgesehenen Ablauf des Investorenwettbewerbs und der hochbaulichen Planung für das Baufeld 1

-          mögliche Festlegungen zur Absicherung der Durchführung ggü. dem Investor sowie zu dessen Kostenbeteiligung

 

 

2. die voraussichtlichen städtischen Kosten der Vorbereitung und Durchführung der Fassadensimulation im HHPE 2017/2018 zu berücksichtigen.

 

 

bereits gefasste Beschlüsse:

bereits gefasste Beschlüsse:

Nr. 2013/BV/4393 des Hauptausschusses vom 28.05.2013

Nr. 0399/08-BV der Bürgerschaft vom 09.07.2008

Nr. 1212/05-A der Bürgerschaft vom 01.03.2006

Nr. 2015/BV/1379 der Bürgerschaft vom 20.01.2016

Begründung:

Begründung:

Der Neue Markt ist zusammen mit dem Universitätsplatz die "gute Stube" unserer Stadt, einer der Höhepunkte jeder Stadtbesichtigung und das tausendfache Fotomotiv unserer touristischen Gäste. Die geplante Bebauung des Baufeldes 1 mit der Schließung der Nordkante wird das Erscheinungsbild des Neuen Marktes für die nächsten Jahrzehnte ganz entscheidend bestimmen. So richtig es ist, die Nordkante zu bebauen und dem zentralen Platz Rostocks damit seine alte, stadtverträgliche Größe wiederzugeben, so sehr fürchten viele Bürger an dieser sensiblen Stelle neue Fassaden, die den Platz nicht gestalten, sondern verunstalten. Computersimulationen können bereits ein gutes Bild vermitteln, tendieren allerdings in vielen Fällen auch zur Idealisierung im Sinne des Investors.

 

Um die Gefahr einer architektonisch misslungenen Gestaltung zu verringern, und um den optischen Eindruck der neuen Bebauung frühzeitig prüfen zu können, sind Fassadensimulationen am Ort des Bauvorhabens ein probates Mittel. Sie bieten eine Impression der Bebauung in ihrer tatsächlichen stadträumlichen Umgebung und vermitteln eine Vorstellung der zu erwartenden Wirkung auf den öffentlichen Raum.

 

Für den Einsatz solcher Fassadensimulationen gibt es inzwischen zahlreiche Beispiele, meist in Form einer Gerüstkonstruktion mit bedruckten Großbannern. Die Technik ist ausgereift, der optische Eindruck ist nahe an der Realität, die Kosten im Verhältnis zum Bauvolumen überschaubar.

 

Bei einer Stellzeit von wenigen Wochen lässt sich das Projekt hervorragend als Event im Jahreskalender der HRO vermarkten, ggf. auch in Kombination mit anderen Veranstaltungen oder im Rahmen des Doppeljubiläums. Die meisten Rostocker würden sich einen prüfenden Blick nicht entgehen lassen, auch aus dem Umland würden viele Menschen diese Gelegenheit für einen Einkaufsbummel in Rostock nutzen. Denkbar ist sogar, dass zahlreiche weggezogene Bürger unserer Stadt ihrer alten Heimat einen Besuch abstatten, um sich eine Meinung von den Planungen zu bilden. Eine gleichzeitige Ausstellung im Rathaus wäre sicher sehr gut besucht, selbst Berichte im überregionalen TV wären im Bereich des Möglichen.

 

Vorteile für den Investor sind eine erheblich gesteigerte öffentliche Aufmerksamkeit für sein Bauvorhaben schon in einer frühen Phase der Realisierung. Die gute Außenwirkung der Aktion schafft Interesse und unterstützt damit auch die Vermarktung der Gebäudeflächen. Insgesamt trägt die Fassadensimulation so zu einem positiven Image des gesamten Bauprojektes bei.

 

Letztlich dient die Fassadensimulation dem gemeinsamen Interesse aller Rostockerinnen und Rostocker, bei der Bebauung der Nordkante zu einer optimalen gestalterischen Lösung zu kommen. Sie hilft, an diesem zentralen Ort eine mögliche Bausünde zu verhindern und eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung zu erreichen.

Zusätzlich unterstreicht der innovative Charakter der Fassadensimulation den Willen von Stadtpolitik und –verwaltung, die Bürgerinnen und Bürger auch jenseits eingetretener Pfade der Partizipation frühzeitig und bestmöglich an Planungsprozessen zu beteiligen.

 

 

 

Dr

 

Dr. Steffen Wandschneider

Fraktionsvorsitzender