01.02.2022 - 4.1 Niels Schönwälder (für den Ortsbeirat Evershagen...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Da Frau Schulz ebenso Mitglied im Ortsbeirat Evershagen ist, stellt sie einleitend den Antrag vor. Anlass der Antragstellung ist der geplante Bau der zweiten Linksabbiegespur in Schutow an der B105 und Prüfung auf deren Notwendigkeit unter Berücksichtigung der Förderung von ÖPNV und Park & Ride-Parkplätze.

 

Herr Porst nimmt ab 17.08 Uhr an der Sitzung teil.

 

Frau Kruse vom Amt für Mobilität ist der Sitzung zugeschalten und erläutert das Erfordernis der Erweiterung der Abbiegespur, da die jetzige Belastung schon sehr hoch ist und zusätzlich durch die Entwicklung der Gewerbegebiete mit einer Erhöhung des Verkehrsaufkommens zu rechnen ist. Die Verkehrswege werden den Maßgaben des Knotens nicht mehr gerecht. Herr Tiburtius informiert ergänzend, dass das Tiefbauamt das Thema der verkehrlichen Erschließung begleitet und Zahlen einer aktuellen Prognose zeigen, dass eine zusätzliche Belastung zu einem Rückstau auf der B105 führen. Frau Kruse berichtet weiter, dass es sich hier um ein Gemeinschaftsprojekt vom Straßenbauamt Stralsund, der Gemeinde Lambrechtshagen und der Hanse- und Universitätsstadt Rostock handelt, wobei die Zuständigkeit beim Straßenbauamt Stralsund liegt. Die Umsetzung von Park & Ride in diesem Bereich sieht die Verwaltung nur mit einer Straßenbahnanbindung als zielführend an. Das Einordnen von ÖPNV Haltestellen an den Gewerbestandorten hingegen ist zukünftig möglich. Die Stellungnahme der Verwaltung zu diesem Antrag ist erarbeitet und wird zeitnah im Allris öffentlich sein.

 

Frau Schulz informiert, dass der Ortsbeirat Evershagen um die Übermittlung der aktuellen Verkehrsgutachten gebeten hat, diese allerdings nicht zur Verfügung gestellt wurden. Frau Schulz äußert ihr Interesse an der Aufstellung eines nachhaltigen Verkehrskonzeptes unter Einbeziehung des ÖPNV und P+R und attraktiverer Gestaltung hinsichtlich verbesserter und begrünter Wegeverbindungen.

 

Herr Bothur erläutert, dass unter der Vorausschau der Entwicklung der Gewerbegebiete an einer der verkehrsstärksten Straßen eine Verbesserung dieser notwendig ist. Dazu ist die Erweiterung der Linksabbiegespur dienlich. Dennoch kritisiert Herr Bothur die Art und Weise dieses Verfahrens, da die Beteiligung der Bürgerschaft erst in dem fortgeschrittenen Stadium der Planung erfolgt. Überdies weist Herr Bothur auch auf die anderen Prüfpunkte des Antrages hin und bezeichnet eine verbesserte Verkehrsanbindung und Gestaltung der Gewerbegebiete als zukunftsorientiert. Er regt an, die Stellungnahme der Verwaltung in den Prüfauftrag einfließen zu lassen. Weiter fragt Herr othur das Amt für Mobilität an, welches Ziel für den Bereich für die Entwicklung der verschiedenen Verkehrsarten angestrebt wird und wie diese Ziele erreicht werden sollen.

 

Bezugnehmend auf die ausstehende Stellungnahme der Verwaltung stellt Herr Schulz den Geschäftsordnungsantrag, diesen TOP in die nächste Sitzung am 01.03.2022 zu vertagen. Der Antrag wird mit 4 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt.

 

 

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Beschluss:

Der Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird gebeten zu prüfen, wie unter Ansetzung ambitionierter, nachhaltiger Verkehrsszenarios für die allgemeine Verkehrsentwicklung Rostocks und speziell für die geplanten Gewerbeansiedlungen und -entwicklungen der Gewerbegebiete in Schutow auf den Bau der geplanten 2. Linksabbiegespur verzichtet werden kann (östlich der Messestraße im B-Plan-Gebiet 05.GE.35 Schutow an der B105 für aus Richtung Sievershagen und in die Messestraße fahrende Verkehre). Dabei sollten auch die langfristige Entwicklung, sowie auch mögliche Auswirkungen durch zusätzliche P&R Parkplätze die durch das P&R Konzept vorgesehen sind berücksichtigt werden.

Des Weiteren wird gebeten, bzgl. B-Plan-Gebiet 05.GE35 Schutow sowie B-Plan-Gebiet „Sonder- und Gewerbegebiet Schutow Altes Messegelände" die Umsetzung folgender Punkte zu prüfen:

• Einrichtung von Einkaufsstätten-nahen ÖPNV-Haltestellen in den Gewerbegebieten, so dass auch für geheingeschränkte Menschen alle Einkaufsstätten sehr gut erreichbar sind;

• Attraktive, voneinander getrennte Fuß- und Radwegeverbindungen zu und in den Gewerbegebieten, insbesondere von und nach Evershagen, wobei die Radwege ausreichend breit gestaltet werden sollten, so dass sich auch Lastenräder gut begegnen können;

• attraktive, begrünte, Schatten spendende, lärmgeschützt liegende Verbindungs- und Spazierwege, u.a. von und nach Evershagen, zum Mühlenteich und nach Sievershagen;

• Bänke entlang der Fußwege;

• Pflanzung von vielen, die Biodiversität mehrenden Bäumen und Hecken in den Gewerbegebieten – zusätzlich zu den gesetzlichen Verpflichtungen.

Das Ergebnis der Prüfungen, die Berechnungsergebnisse der Verkehrsprognose sowie die vorgesehenen Maßnahmen sind dem Ortsbeirat vor der Realisierung vorzulegen.

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Abstimmung: Abstimmungsergebnis:

 

Dafür:

5

 

 

 

Dagegen:

3

 

Angenommen

X

Enthaltungen:

2

 

Abgelehnt