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Beschluss:
vertagt
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Wortprotokoll

Zur Vorstellung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für eine Markthalle in Rostock wird Herrn Dr. Lars Scharnholz, Geschäftsführer Institut für Neue Industriekultur GmbH und Herrn Dr. Karsten Schreiber, Geschäftsführer isoplan-Marktforschung das Wort erteilt. Sie stellen die Studie anhand einer Präsentation, die für die anwesenden sowie für die digital zugeschalteten Mitglieder zugänglich ist, vor.

 

Im Anschluss der Präsentation diskutieren die Ausschussmitglieder die Angelegenheit. Fragen werden durch Dr. Scharnholz und Dr. Schreiber wie folgt beantwortet:

 

         Untersuchungen Verkehrssituation (ÖPNV, Fußgänger und PKW) am Ulmenmarkt und Neuen Markt haben stattgefunden, Stadthafen aufgrund der Umgestaltung und damit auch geänderten Verkehrssituation nicht möglich

         Anlieferung in der Innenstadt schwieriger als am Stadthafen, Parkplätze werden in der Nähe benötigt, die sind am Stadthafen vorhanden

         Grundstückspreise und Erschließungskosten sind nicht in den kalkulierten Kosten enthalten, da man davon ausgegangen ist, dass die Grundstücke der Stadt gehören, in Bezug auf die Erschließung hat man sich mit der Verwaltung geeinigt, dass sie bei allen drei Standorten nicht geprüft wird

         Annahmekalkulation für Neuen Markt war schwierig, da kaum Daten vorhanden, Potenziale der Wertschöpfung sind größer, wenn es keine reine Markthalle an diesem Standort ist

         Studie hat sich am Quartiersblatt Nordkante Neuer Markt orientiert und damit den städtebaulichen Kontext auch in Bezug auf die Kirche zu St. Marien berücksichtigt

         Studie stellt Grundlage dar, damit die Politik unter städtebaulichen und ökonomischen Aspekten eine Entscheidung treffen kann, daher ist die Studie ergebnisoffen

         Angaben zu den Mieten wurden bei Immobilienfachleuten aus Rostock abgefragt, ebenso diente der Mietspiegel der IHK als belastbare Grundlage, aus allen Daten wurde der Durchschnitt abgeleitet 

         Potenzial der Markthändler wurde mit untersucht und gemeinsam mit der Großmarkt GmbH diskutiert, derzeit gibt es 11 Wochenmärkte, die unterschiedlich angenommen werden, die, die nicht so gut laufen, werden ständig geprüft und angepasst, es ist allen bewusst, dass mit einer zusätzlichen Halle bessere Voraussetzungen für vorhandene und neue Anbieter geschaffen werden

         für einen regionalen Markt für regionale Betreiber wird eine Halle benötigt, in der die Anbieter ihre Stände aufbauen können, am Standort Neuer Markt ist die Anlieferung schwieriger, zusätzlich kann von regionalen Betreibern nicht so hohe Mieten erwartet werden

 

Frau Blaschka schätzt ein, dass die Studie keinen der drei Standorte ausschließt. Aus ihrer Sicht ist jedoch der Stadthafen als erstes realisierbar.

 

Frau Dr. Bachmann stellt klar, dass der Änderungsantrag lediglich auf die unterschiedlichen Fördertöpfe hinweisen soll. Eine Multifunktionshalle am Stadthafen könnte Fördermittel für das DIZ abrufen. Für eine Markthalle könnten Fördermittel z.B. für den Standort Neuer Markt abgerufen werden.

Herr Neick möchte dafür plädieren, dass der Standort Stadthafen nicht näher diskutiert wird, da dort nicht absehbar ist, ob die Frequenz an diesem Ort ausreichen wird.

Frau Blaschka erwidert, dass im Rahmen der BUGA-Planungen schon immer über eine Multifunktionshalle im Stadthafen gesprochen wurde.

Frau Krönert sieht die Kurzfristigkeit der Zurverfügungstellung der Studie als problematisch an. Der Betriebsausschuss des KOE ist nicht berücksichtigt, soll aber ein Betreiberkonzept entwickeln. Sie sieht keine Entscheidungsmöglichkeit und informiert, dass ihre Fraktion in der kommenden Bürgerschaftssitzung voraussichtlich einen Antrag auf Vertagung stellen wird.

Darüber hinaus bittet sie um Information, welche Dringlichkeit die Entscheidung für den Wettbewerb Stadthafen hat.

 

Die Verwaltung informiert, dass mit der Leitentscheidung und dem Beschluss zur Aufgabenstellung Stadthafen ein Realisierungswettbewerb für die Freianlagen und die Multifunktionshalle ausgelobt wurde. Im Ergebnis des Wettbewerbs muss mit dem Preisträger in Verhandlung gegangen werden. Dafür muss sowohl die Verwaltung, als auch der Preisträger seinen Auftrag kennen. Der Frischeanteil ist ein kleiner Baustein in dem Nutzungskonzept der Multifunktionshalle.

Herr Schwarz erhält Rederecht und ergänzt, dass für den Stadthafen Freianlagen- und Objektplaner benötigt werden. Für den Wettbewerb zum ALM werden Informationen benötigt. Alle Beteiligten müssen so schnell wie möglich in die Lage versetzt werden, um konkret planen zu können.

 

Frau Dr. Bachmann stellt den Geschäftsordnungsantrag auf Vertagung der Entscheidung, da keine Eile in Bezug auf den Wettbewerb geboten ist.

 

Frau Blaschka bittet die Mitglieder des Ausschusses um Abstimmung über den Geschäftsordnungsantrag auf Vertagung.

 

Dafür   7 Stimmen

Dagegen  4 Stimmen

Enthaltung 0 Stimmen

 

Damit ist dem Antrag auf Vertagung stattgegeben.