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Wortprotokoll:

 

Frau Dr. Kreft legt ihre Sichtweise zum Umgang mit der Corona-Pandemie dar. Die auch in Rostock aufgrund fehlenden Medikaments bzw. Impfstoffes praktizierte Strategie des Zuhause bleibens hält sie als Ärztin für einen falschen Weg, mit dem Angst und Panik verbreitet wird und der mit chronischem Stress und sozialer Isolation verbunden ist und zu Krankheiten führen wird.

 

Aus ihrer Sicht sollte mehr Prävention zur Stärkung des Immunsystems erfolgen, zum Beispiel durch Bewegung an der frischen Luft und Entspannungskurse, die zurzeit nicht stattfinden dürfen, aber doch in der Halle mit Einhaltung von Abständen möglich sein sollten. Sie informiert außerdem, dass sie im Mai 2020 ein Präventionsprojekt bei der Verwaltung angeregt hat.

 

Weiterhin regt Frau Dr. Kreft an, einen Runden Tisch zum Thema Prävention, Selbstwirksamkeit und Immunsystem ins Leben zu rufen und bunte Kampagnen zu kreieren, um Lebendigkeit, Beweglichkeit und Fröhlichkeit in Rostock zu fördern.
Damit sollen auch Spaltungen, aus ihrer Sicht das Hauptproblem, überwunden und die Menschen wieder vereint werden, Entmenschlichung, Aggression und Angst durch Abstand und Masken und bedürfen der Aufmerksamkeit und Sorge. Sie bittet deshalb die Bürgerschaft zusammenzustehen für die Rostocker Bürger.
 


 

Herr Senator Bockhahn bedankt sich bei Frau Dr. Kreft für ihren Beitrag, stellt jedoch klar, dass es zu einzelnen Punkten unterschiedliche Ansichten gibt: Viren sind das größte Problem und deshalb ist es Aufgabe der Behörden und Gesetzeslage, dass der Bevölkerungsschutz gewährleistet wird. Es ist bekannt, dass das Virus eine hohe Morbidität auslöst und momentan, auch nach Aussage klinischen Facharztpersonals, nicht behandel­bar ist. Deshalb ist es Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich das Virus möglichst wenig verbreiten kann, was unter anderem durch Kontaktreduzierungen gewährleistet werden soll, die auch während der Grippewelle wünschenswert wären.

 

Die Hoffnung wird auf angekündigte Impfstoffe gesetzt, die sich dann aber erst bewähren müssen.

 

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock hatte großes Glück, einen niedrigen Inzidenz­wert von Corona-Fällen zu haben und hat alles Mögliche getan, um ein Höchstmaß an persönlicher Freiheit im vertretbaren Rahmen zu erhalten, so wurde auch dazu aufgerufen, sich unter Einhaltung der Abstandsregeln an der frischen Luft zu bewegen und auch Spielplätze wurden wieder geöffnet.
 

Herr Senator Bockhahn sagt zu, dass man im Dialog und die Ideen und Anregungen gern entgegengenommen werden, aber es sind nicht immer alle umsetzbar.

Die Umsetzung muss auch mit den Regelungen des föderalen Prinzips vereinbar sein, wobei Spielräume genutzt werden können, wenn es seitens der Verwaltung für vertretbar gehalten wird.

Ein gutes Beispiel dafür war die frühzeitige Öffnung der Schulen in Rostock. Schulen werden als Wert angesehen und es soll alles dafür getan werden, sie so sicher wie möglich offen zu halten.

Es wird dazu aufgerufen, Masken zu tragen, Abstand zu halten, regelmäßig zu lüften und selbst für die Gesundheit etwas zu tun, z. B. durch gesunde Ernährung.

 

 

Abschließend weist Frau Dr. Kreft noch einmal darauf hin, dass sie mit Ideen und Anregungen für die Verwaltung bereit steht.