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Beschluss:
zur Kenntnis gegeben
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Wortprotokoll

Herr Niemann von Decathlon stellt das Vorhaben mit einer PowerPoint-Präsentation vor

 

Herr Reinke führt an, dass Rostock Stadt des Fairen Handels ist und erfragt in diesem Zusammenhang wie sich die Arbeitsbedingungen Sri Lanka entwickelt haben. Herr Niemann antwortet, dass die Lieferanten auf Einhaltung der Richtlinien kontrolliert werden. Eine Kontrolle kann jedoch nicht ständig und flächendeckend erfolgen. Das Unternehmen ist dabei das Kontrollsystem zu verbessern. Ein entsprechender Nachhaltigkeitsbericht ist vorhanden und liegt den Fraktionen teilweise vor.

 

Herr Engelmann erkundigt sich, ob auch Wintersportartikel im Sortiment sind. Herr Niemann sagt, dass Artikel für etwa 100 Sportarten angeboten werden, darunter auch Wintersportartikel. Da sich das Angebot aber am lokalen Markt orientiert, kann am Standort Rostock in diesem Bereich nur auf ein Mindestangebot zurückgegriffen werden.

 

Herr Bauer fragt, ob die in der Visualisierung dargestellte Größe der Realität entspricht. Herr Niemann sagt, dass die Visualisierung eine Halle mit 3.000 m² zeigt. Laut Bescheid des Landes sind bis zu 3.500 m² möglich.

 

Herr Kröger möchte gern mehr zu den Verhandlungen mit dem City-Kreis Rostock erfahren. Herr Niemann informiert, dass die Vorgabe des Landes die Implementierung eines zusätzlichen Ladengeschäfts in der Innenstadt fordert. Dies ist im ursprünglichen Geschäftsmodell von Decathlon nicht berücksichtigt. Daraus ergibt sich zudem ein Minusgeschäft. In Kiel wurde ähnlich verfahren. Der Standort in der Innenstadt wird gesponsert. Herr Niemann verweist auf die noch verbleibende Zeit bis zum Baubeginn (Erstellung Bebauungsplan, Bauantragsverfahren). In diesen Jahren können noch Gespräche geführt und Lösungen gefunden werden.

 

Herr Engelmann befürwortet das Ladengeschäft in der Innenstadt. So könnte dort beispielsweise erfragt werden, ob der gewünschte Artikel in Schutow vorrätig ist.

 

Herr Hannemann erkundigt sich nach dem Stand der Planung. Herr Niemann antwortet, dass eine Detailplanung erst erfolgen kann, wenn der Bebauungsplan von der Stadtverwaltung für das gesamte Gewerbegebiet erstellt worden ist und Rechtskraft erlangt. Dabei werden Natur- und Umweltbelange berücksichtigt. Eventuelle Ausgleichsflächen können auf dem Grundstück untergebracht werden.

 

Frau Schulz fragt nach einem möglichen Betriebsrat am Standort Rostock, dem Lohnniveau, einer Zertifizierung für Nachhaltigkeit sowie einer Wegeverbindung (Rad) nach Evershagen. Herr Niemann sagt, dass eine Betriebsratsgründung gemäß Gesetz grundsätzlich möglich ist. Weiterhin gibt es noch einen funktionierenden bestehenden allgemeinen Betriebsrat für das gesamte Unternehmen. Bezüglich einer Zuwegung nach Evershagen können keine Aussagen getroffen werden. Die Erstellung des Bebauungsplans obliegt der Verwaltung. Zudem ist Decathlon nicht im Besitz entsprechender Grundstücke. Der Lohn orientiert sich am Tarif, ist aber nicht tarifgebunden. Das Lohnniveau liegt oberhalb des Mindestlohns. Zudem gibt es einen variablen Gehaltsanteil, je nach Umsatz. Jedes Jahr gibt es eine neue Evaluierung des Lohnniveaus. Das Unternehmen bietet den Mitarbeitern 27 Tage Urlaub im Jahr, 30 Tage nach zwei Jahren Beschäftigung. Die Nachhaltigkeit orientiert sich an europaweiten/internationalen Standards.

 

Frau Pittasch befürwortet die Ansiedlung von Decathlon. Die 40 neuen Arbeitsplätze wirken sich positiv auf die Stadt aus. Auch die Einwohner wünschen sich, dass sich das Unternehmen endlich in Rostock ansiedelt.

 

Frau Schulz wünscht sich die Übersendung der Stellungnahme des City-Kreises zur Ansiedlung von Decathlon in der Innenstadt.