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Auszug - Vorstellung des Energiekonzeptes der WIRO GmbH für die Quartiersanierung Hansaviertel  

 
 
Sitzung des Ortsbeirates Hansaviertel
TOP: Ö 4
Gremium: Ortsbeirat Hansaviertel (9) Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 16.04.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:50 Anlass: Sitzung
Raum: Club der Volkssolidarität Hansaviertel
Ort: Bremer Straße 24, 18057 Rostock
 
Wortprotokoll

Herr Cornelius erläutert eingangs, dass dieser TOP leider in der Sitzung im März verschoben werden musste und übergibt das Wort an die Vertreter der WIRO und WiR.

 

Frau Nimmich erklärt zu Beginn, dass es sich um eine Maßnahme handelt, die von den Beteiligten Toleranz erfordert. Es werden aber alle Sorgen der Mieter aufgenommen und nach Möglichkeiten gesucht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Betroffen von den Baumaßnahmen sind die Häuser

Bremer Straße 14 26

Kieler Straße 1 14

Platz der Freiheit 7 - 8

Kopernikusstraße 4 7

neburger Straße 5 - 6

 

Herr Wenzel geht in seinen Darlegungen auf folgende Punkte ein:

  • Die WiR ist eine Tochtergesellschaft der WIRO und besteht seit dem 01.01.2017
  • Diese wurde gegründet, um die Heizungsanlagen der WIRO-Häuser zu erneuern.
  • Hierbei geht es um ca. 300 Einzelheizungen, für die verschiedene Konzepte erstellt und untersucht wurden.
  • Es soll so viel wie möglich erneuerbare Energie im Quartier selbst erzeugt werden.
  • In diesem Quartier betrifft die Maßnahme 253 Wohnungen.
  • Alle Mieter wurden bereits über eine Vorabinfo informiert.
  • Es wird Mieterveranstaltungen in jedem Haus geben.
  • Zusätzlich wird jede Wohnung und jeder Keller angesehen.
  • Die ersten Probebohrungen erfolgen bereits im Mai.

 

Herr Dobbert ergänzt technische Abläufe:

  • Es soll über eine Wärmerückgewinnung auf Erdwärme gesetzt werden.
  • Es werden mehrere Wärmepumpen eingesetzt.
  • Ziel nach der Umstellung sei, 80% der Heizenergie über Erdwärme und nur noch 20% über Brennwerttechnik zu erzeugen.
  • In der 1. Bauphase erfolgt die Errichtung der Geothermieanlage (2 Erkundungsbohrungen). Insgesamt werden 40 58 Bohrungen im Innenhofbereich notwendig sein.
  • Hierzu wird vieles über die Dächer der Wohnhäuser gebracht werden müssen, da der Innenhof keinen großen Zugang hat.
  • In der 2. Bauphase erfolgt die Gebäudeausrüstung mit den Gebäudestationen mit der zentralen Wärme- und Warmwasserversorgung.
  • Photovoltaikanlagen werden auf den Dächern nur dort installiert, wo es möglich ist.

 

In der Diskussion wird im Wesentlichen auf folgende Fragen eingegangen:

  • In den Wohnungen werden nur die Bereiche „angefasst“, wo die Thermen hängen. Der Rest der Wohnungen wird nicht beeinträchtigt (außer Staub)
  • hrend der Umstellung wird in den Wohnungen 3 Tage lang kein Warmwasser zur Verfügung stehen. Trinkwasser ist jederzeit verfügbar.
  • r die notwendigen Installationen in den Wohnungen arbeitet die WiR auch mit einem Küchenstudio zusammen.
  • r die Mieter wird es nach der Umstellung nicht teurer. (keine Modernisierungsumlage)
  • Das betreffende Gebiet liegt nicht im Fernwärmevorranggebiet, somit ist zukünftig nicht vorgesehen dieses mit Fernwärme zu versorgen. Die WiR muss sich hierzu auch mit dem Umweltamt abstimmen.
  • Die baulich notwendigen Anlagen im Innenhof werden nach Abschluss der Arbeiten kaum zu sehen sein. Die Kessel befinden sich im Keller.
  • Die „Kinderkrankheiten“ der Vorgängermodelle sind überwunden. Es soll zu keinen lauten Geräuschen in den Leitungen kommen.
  • hrend der Bauphase müssen leider alle Pflanzen im Innenhof entfernt werden. Die Bäume bleiben stehen. Nach Beendigung der Arbeiten wird alles wieder hergestellt. In den Mieterversammlungen werden hierzu Vorschläge zur Gestaltung gesammelt.
  • Ziel der Fertigstellung des 1. BA ist ca. April 2020.

 

Herr Cornelius bedankt sich bei den Vertretern und wünscht dem Vorhaben gutes Gelingen.