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Auszug - Frank Giesen (für den Bau- und Planungsausschuss) Passivhausstandard für Bauvorhaben städtischer Unternehmen und auf städtischen Flächen  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus
TOP: Ö 4.2.1
Gremium: Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 25.04.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:15 Anlass: Sitzung
Raum: Beratungsraum 1b Rathausanbau
Ort: Neuer Markt 1, 18055 Rostock
2018/AN/3656-02 (ÄA) Frank Giesen (für den Bau- und Planungsausschuss)
Passivhausstandard für Bauvorhaben städtischer Unternehmen und auf städtischen Flächen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Änderungsantrag
  Bezüglich:
2018/AN/3656
Federführend:Bauamt Beteiligt:Sitzungsdienst
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis


Frau Krönert (B90/Die Grünen) erläutert, dass mit dem Antrag zum Passivhausstandard eine Diskussion zum Klimaschutz in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock angeregt werden soll. Herr Krack  (UFR) gibt zu bedenken, dass durch solche Vorgaben der Wohnungsbau immer teurer wird. Der Änderungsantrag schlägt ein Modellvorhaben zur Kostenabschätzung vor.

 

Frau Knitter bittet um Rederecht für die Gäste, welches einstimmig erteilt wird.

 

Herr Dr. Kähler, Agenda21 Rat, gibt einen Überblick über die EU-Richtlinie 2010/31/EU, welche Zeiträume zur Errichtung von Passivhäusern vorgibt (eine überarbeitete Richtlinie – welche die Termine zur Umsetzung bestätigt- liegt derzeit im Europaparlament zum Beschluss vor). Diese Richtlinie muss noch in deutsches Recht überführt werden. Er erklärt, dass es Studien gibt, welche aufzeigen, dass auch mit den neuen Vorgaben kostenneutral die Errichtung von Passivhäusern durchgeführt werden können. Es käme hierbei zu einer Verlagerung  innerhalb der Kostengruppen.

Herr Zimlich (WIRO) erläutert, dass die WIRO derzeit ein Projekt umsetzt, in dem 2 Häuser gebaut werden- einmal ein konventioneller Bau und ein Bau in Passivstandard.  Der Vergleich soll aufzeigen, ob ein kostenneutraler Bau möglich ist. Ein Monitoring über 2 Jahre (mindestens zwei Abrechnungsperioden) soll zeigen, ob die erwarteten Einsparungen der Betriebskosten tatsächlich die Mehrkosten im Bau ausgleichen können.

Frau Zander von der Klimaschutzleitstelle erklärt, dass die Bürgerschaft am 08.06.2016 der Fortschreibung des Masterplans 100% Klimaschutz zugestimmt hat, um die Ziele der Energiewende zu erreichen.

Es findet eine rege Diskussion darüber statt, ob der Passivhausstandard ein Kostentreiber und bezahlbarem Wohnraum entgegensteht und ob ein Kostenausgleich innerhalb von bis zu 30 Jahren möglich ist. Mehrere Mitglieder machen deutlich, dass nur der Änderungsantrag zustimmungswürdig ist.

 

Herr Brincker (CDU) merkt kritisch an, dass zu diesem Antrag eine Stellungnahme der Stadt fehlt.

 


Beschluss:

Beschlussvorschlag:

 

 

Der Antrag 2018/AN/3656 wird wie folgt ersetzt:

 

Der Oberbürgermeister wird beauftrag, im Rahmen des Bündnisses für Wohnen, Arbeitsgruppe Energieeffizienz, mit der WIRO GmbH zu vereinbaren, dass von den geplanten Bauvorhaben in der Kuphalstrasse, 18069 Rostock, ein Block im Passivhausstandard errichtet wird. Anschließend wird dann ein Vergleich folgender Parameter vorgenommen:

 

-Baukosten

-Betriebskosten

-Energieverbrauch

-Wohnqualität

 

Darauf basierend ist darüber zu berichten, ob eine dauerhafte Verpflichtung der WIRO GmbH zur Errichtung von Wohnungen im Passivhausstandard beschlossen werden sollte.

 

Parallel dazu sind die Standortfaktoren der Städte Frankfurt am Main und Freiburg einerseits und Rostock andererseits miteinander zu vergleichen.

 

 

 

 


Abstimmungsergebnis zum Änderungsantrag 2018/AN/3656/-02 (ÄA):

 

Abstimmung:Abstimmungsergebnis:

 

Dafür:

7

 

 

 

Dagegen:

 

 

Angenommen

X

Enthaltungen:

1

 

Abgelehnt